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Wenn Globalisierung Abhängigkeit schafft

Österreichs Wirtschaft lebt von internationalen Beziehungen – wir werfen einen Blick auf die Verbindungen zur Ukraine, zu Russland und Belarus.

Symbolbild Welthandel: Frachtcontainer, Flugzeug, Lkw, Schiff, Bahn
© Adobestock, Enanuchit Österreichs Wirtschaft ist mit Russland und der Ukraine eng verbunden – das bedingt gegenseitige Abhängigkeiten.

Neben all dem menschlichen Leid, das die Eskalation in der Ukraine mit sich bringt, haben auch die wirtschaftlichen Folgen eine enorme Tragweite. Betroffen davon ist auch Österreich, nicht nur aufgrund der Abhängigkeit von russischem Erdgas (Österreich bezieht 80 Prozent des Gases aus Russland), sondern auch, weil das größte Land der Welt mit 41,4 Milliarden Euro zweitgrößter Investor in der Alpenrepublik ist. Gemeinsam mit dem Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) haben wir die Auswirkungen analysiert. Denn die wirtschaftlichen Beziehungen sind keine Einbahnstraße. Rund 650 österreichische Unternehmen haben 4,6 Milliarden Euro in Russland investiert, besonders in den Bereichen Holz- und Papierverarbeitung, Banken und Bauwesen, in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie, aber auch im Energie-, Verpackungs- und Automotivesektor. Belarus spielt für Österreichs Wirtschaft dagegen eine eher untergeordnete Rolle. Anders die Situation in der Ukraine, das Land hat zuletzt an Bedeutung gewonnen. Heimische Unternehmen sind hier mit mehr als 200 Niederlassungen vertreten, mit 1,7 Milliarden US-Dollar ist man sechstgrößter ausländischer Investor. Allein 20 Unternehmen betreiben Produktionsstätten im Bereich Automobilzulieferindustrie, Alpin-, Langlaufski, Fruchtzubereitung, Bau- und Isoliermaterialien, Haushaltsprodukte und Finanzdienstleistungen.

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Lieferengpässe und Teuerungen

„Am stärksten zu Buche schlagen wird aber sowohl in Österreich als auch in der Steiermark das nun fehlende Russlandgeschäft“, meint ICS-Geschäftsführer Robert Brugger. Zusätzlich zu den offiziell verhängten Sanktionen würden nun auch immer mehr privatwirtschaftliche Player ins Geschehen eingreifen. So etwa die Frachtterminals in Hamburg und Bremerhafen, die keine Container von und nach Russland mehr abfertigen. „Die gravierendsten Probleme, mit denen steirische Unternehmen derzeit konfrontiert sind, sind neben der Sorge um die Mitarbeiter in der Ukraine auch Lieferengpässe etwa bei Vorprodukten wie Metallen oder Weizen“, so Brugger. „Außerdem erhalten wir aktuell viele Anfragen in Bezug auf die Österreichische Kontrollbank, die aus laufenden Verträgen von gerade in der Fertigung befindlichen Produkten für Russland aussteigt.“ Brugger erwartet auch beachtliche Folgen für den internationalen Transport. Aktuell müsse etwa der Luftfrachtverkehr aus Asien einen Umweg über den Polarkreis nehmen, was Importe aus Asien verteuern werde.

Zahlen & Fakten

  • 103,8 Millionen Euro war der Wert der steirischen Exporte nach Russland im 1. Halbjahr 2021. 
  • 107,2 Millionen Euro war der Wert der Waren, die  im 1. Halbjahr 2021 aus Russland in die Steiermark geliefert wurden. 
  • 37,9 Millionen Euro an Waren exportierte die Steiermark in diesem Zeitraum in die Ukraine. 
  • 59,3 Millionen Euro war der Wert der aus der Ukraine in die Steiermark gelieferten Waren im 1. Halbjahr 2021.

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Von Petra Mravlak

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