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Wenn ein Platz in der Firma frei bleibt

Bleiben Mitarbeiter unentschuldigt von der Arbeit fern, dann kann das viele Gründe und auch Konsequenzen haben. Der Experte über alle Details.

© gearstd Was tun, wenn der Mitarbeiter unentschuldigt der Arbeit fern bleibt?

Erscheint ein Mitarbeiter einfach nicht zur Arbeit, dann berechtigt diese Tatsache nach der herrschenden Entscheidungspraxis der Gerichte nicht zur Annahme, dass der Arbeitnehmer sein Dienstverhältnis durch vorzeitigen Austritt bereits beendet hat.
Georg Königsberger, Experte im WKO-Rechtsservice: „Davon kann man erst dann ausgehen, wenn der Arbeitnehmer eine entsprechende ausdrückliche mündliche, schriftliche oder schlüssige Erklärung abgibt.“
Grundsätzlich stellt laut Königsberger ein nachweisliches unentschuldigtes Fernbleiben von der Arbeit im beträchtlichen Ausmaß und mit umfassenden negativen Auswirkungen für den Arbeitgeber einen Entlassungsgrund dar. Die Erheblichkeit dieses Versäumnisses hängt aber entscheidend vom Einzelfall ab. In den meisten Fällen kann der Arbeitnehmer für sein Nichterscheinen nachträglich einen Hinderungsgrund (zum Beispiel Krankenstand) nachweisen, sodass es sich um kein unentschuldigtes Fernbleiben handelt und sich daraus alleine auch kein Entlassungsrecht ergibt. 

Welche Möglichkeiten haben Unternehmer?

Erscheint der Arbeitnehmer einfach nicht zum Dienst, ohne den Arbeitgeber über den Grund des Fernbleibens zu informieren, empfiehlt es sich daher lediglich, den Arbeitnehmer mit „Ende Entgelt“ bei der Gebietskrankenkasse abzumelden. Endgültige Klarheit über den Fall erlangt man erst, wenn der Arbeitnehmer den Dienst wieder antritt und eine Befragung möglich ist, beziehungsweise wenn der Arbeitnehmer eine sonstige ausdrückliche Erklärung abgibt.

Wann ist eine fristlose Entlassung möglich?

Stellt sich nachträglich heraus, dass der Arbeitnehmer tatsächlich für eine beträchtliche Zeit unentschuldigt ferngeblieben ist, so besteht nach wie vor das Recht auf Ausspruch der in diesem Falle noch immer rechtzeitigen fristlosen Entlassung. Königsberger: „Ist aufgrund einer ausdrücklichen Erklärung des Arbeitnehmers anzunehmen, dass er tatsächlich sein Dienstverhältnis bereits durch vorzeitigen Austritt beendet hat, so ist eine entsprechende rückwirkende Endabrechnung durchzuführen.“ In den meisten Fällen stellt sich allerdings heraus, dass der Arbeitnehmer zwar ohne Mitteilung an den Arbeitgeber, aber dennoch nachweislich zum Beispiel durch Krankenstand an der Arbeit verhindert war, so besteht lediglich die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer für diesen Zeitraum des nicht gemeldeten Krankenstandes das Entgelt vorzuenthalten. 
Durch die Abmeldung unter der Rubrik „Ende Entgelt“ wird dies auch der Gebietskrankenkasse gegenüber angezeigt, sodass auch keine Sozialversicherungsbeiträge für diesen Zeitraum abzuführen sind.

Alle Infos zu einem heiklen Thema bekommen Sie beim Rechtsservice:

Tel. 0316/601-601

E-Mail: rechts­service@wkstmk.at


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