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Wenn die Walzerklänge den Umsatztakt beschleunigen

Der Ball der Technik und die Opernredoute läuten traditionell den Höhepunkt der steirischen Ballsaison ein. Und die weiß-grüne Walzerseligkeit sorgt nicht nur für Begeisterung am Tanzparkett, sondern auch für satte Umsätze.

Mit den Tänzern dreht sich auch die Wirtschaft flott am Parkett.
© Kanizaj - Opernredoute Mit den Tänzern dreht sich auch die Wirtschaft flott am Parkett.

Bevor die ersten Gäste die beiden Renommierbälle stürmen, zieht die Wirtschaft bereits Bilanz. Rund 280 Euro lassen sich Tanzbegeisterte laut KMU-Forschung im Schnitt eine Ballnacht kosten. Alleine mit den Wiener Bällen werden heuer Rekordausgaben von 145 Millionen Euro angepeilt. Aber auch die Steirer greifen für den Tanz auf dem glatten Parkett gerne tief in die Taschen.

Davon profitiert auch Hartwig Holweg, der heute, Freitag, den Auftakt in die Saison mit dem Ball der Technik setzt. Seit 15 Jahren zieht er die organisatorischen Fäden, an denen er vor allem technische Themen festmacht. Heuer unter dem Titel „Ingenieurinnen gestalten“. Und diese schlagen auch gleich Brücken zum Bauwesen. So werden am 25. Jänner rund 2.000 Gäste im Grazer Congress eine Glas- und Stahlbrücke bewundern und durch einen Holzbogen wandeln. Intoniert von sechs Bands, die laut Holweg manifestieren, „dass Techniker begeisterte Tänzer sind“.

Tanzmüde Besucher kennt auch Bernd Pürcher nicht, der am 26. Jänner zur Opernredoute in die Grazer Oper bittet, die bis auf wenige Restkarten ausverkauft ist. 2.500 Gäste sind laut einer Erhebung bereit, pro Kopf und Nase 691 Euro für das Event inklusive Übernachtung mit einer einfachen Eintrittskarte an einem der 650 Tische und sogar bis zu 971 Euro in einer der 45 Logen auszugeben. Die Wertschöpfung für die Wirtschaft liegt damit alleine bei diesem Ball in Graz bei rund 1,6 Millionen Euro. Exklusive Eintritt! Diesen müssen auch jene drei Schotten noch zusätzlich berappen, die zur Redoute extra anreisen und im Vorfeld bei Pürcher angefragt haben, ob auch ihre Schottenröcke neben Frack und Smoking bestehen können. Nur eine Ausnahme, die Pürcher auf dem 800 Quadratmeter großen Tanzparkett akzeptiert.

Aber nicht nur die Veranstalter freuen sich über reichlich Euros, die jetzt landauf, landab im Dreivierteltakt rollen, auch die Unternehmer wissen die eleganten Events für ihr Business zu nutzen. Laut WKO-Umfrage geben 20 Prozent der Ballgäste an, das festliche Treiben deshalb zu besuchen, um Geschäftspartner zu treffen.

Keine schlechte Idee, wie auch der Etikette-Profi der Nation, Thomas Schäfer-Elmayer, mit Blick auf die rot-weiß-rote Balltradition, bei der man ja Gott und die Welt treffe, meint: „Wer seinen Kunden einen eleganten Ballbesuch ermöglicht, wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen, den seine internationalen Wettbewerber in anderen Ländern einfach nicht zu bieten haben.“ Und Schäfer-Elmayer hat für „Neulinge“ beim Netzwerken am Businessparkett wichtige Tipps parat: „Das Ansprechen wird heute weit toleranter gehandhabt als früher. Allerdings stelle ich oft fest, dass es manchmal – mangels Übung – sehr tollpatschig ausfällt.Das aber kann man zuvor zu Hause üben.“ Ob es zum Händedruck kommt, sollte die ranghöhere Person bestimmen, indem sie diese reicht. „Das Du sollte ebenso von der ranghöheren Person angeboten werden. In Gesellschaft ist dies meist die Dame, im Beruf die Person, die die höhere Position bekleidet.“


Die weiteren Highlights der steirischen Ballsaison:


Tanzen für den guten Zweck: 

Er zählt zweifellos zu den gefragtesten Bällen in der Landeshauptstadt, der Oberlandlerball, zu dem die Gesellschaft am 2. Februar im Grazer Congress antanzt. Karten gibt es nur auf Empfehlung der Bauern, mit 2.000 Gästen ist das Event längst ausgebucht. „Fast 500 Interessenten mussten wird absagen“, so Ballbauer und Juwelier Klaus Weikhard. Der Reinerlös fließt übrigens in die Jahresspendenkasse, aus der bedürftigen Steirern geholfen wird.


Massenansturm in Tracht:

Er ist der größte Ball Europas, der Bauernbundball, der mit einer Ausnahme seit 1949 alle Jahre wieder stattfindet. 16.000 Gäste werden am 1. März in der Grazer Stadthalle erwartet. Organisator Franz Tonner ist sich sicher, „dass bis zur nächsten Woche alle Karten weg sind“. Einer der Musikmagneten: Andreas Gablier, der nach zehn Jahren wieder aufgeigt.


Wenn Casanova antanzt:

Eines der elegantesten Feste geht am 2. März im Grazer Congress über die Bühne: Il Ballo di Casanova, bei dem Organisator Giuseppe Perna die rund 1.200 Gäste in das Italien einer längst vergangenen Zeit mit Künstlern, Artisten und auch Verführern entführt. Um Mitternacht geigt „Lui e gli Amici del Re“, eine großartige Adriano-Celentano-Tribute-Band mit Bandleader Adolfo Sebastiani auf. Die Eröffnung steht heuer ganz im Zeichen des Monds.


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