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Wenn die Pension in Teilzeit greifbar wird

Viele Arbeitnehmer möchten „gleitend“ aus dem Erwerbsleben in die Pension wechseln. Was Unternehmer rund um die Altersteilzeit beachten müssen.

Gleitend aus dem Erwerbsleben in die Pension: Altersteilzeit macht es möglich.
© MandicJovan, adobestock Gleitend aus dem Erwerbsleben in die Pension: Altersteilzeit macht es möglich.

Die gesetzliche Regelung der Altersteilzeit erleichtert es Betrieben, ältere Arbeitnehmer unter weitestgehender finanzieller Absicherung mit einer verringerten Arbeitszeit bis zum Pensionsantritt zu beschäftigen. 

Ute Gritsch, Expertin im WKO-Rechtsservice, mit einem wichtigen Hinweis: „Der Arbeitnehmer hat allerdings keinen Anspruch auf Altersteilzeit.“ Die gesetzliche oder kollektivvertragliche Normalarbeitszeit wird aufgrund einer arbeitsvertraglichen Vereinbarung auf 40 Prozent bis 60 Prozent verringert. 

Zwei Teilzeitvarianten stehen zur Wahl 

Dabei unterscheidet man zwischen der kontinuierlichen und der geblockten Variante. Gritsch: „Die Vereinbarung der Blockzeitvariante erfordert, dass der Arbeitnehmer eine bestimmte Zeitspanne voll weiterarbeitet (Arbeitsphase) und im darauffolgenden Zeitraum (Freizeitphase) überhaupt keine Arbeitsleistung mehr erbringen muss.“ Der zusätzliche Aufwand des Arbeitgebers wird bei Blockzeitvereinbarungen nur im Ausmaß von 50 Prozent ersetzt und er muss für den Zeitraum der Freizeitphase eine Ersatzkraft einstellen. Die kontinuierliche Altersteilzeit setzt hingegen voraus, dass der Arbeitnehmer für die gesamte Dauer der Altersteilzeit kontinuierlich seine Arbeitszeit herabsetzt. 

Rechte und Pflichten von Chefs und Mitarbeitern 

Die Expertin über die Leistungsbereiche: „Der Arbeitnehmer erhält einen Lohnausgleich bis zum ursprünglichen Gehalt und der Arbeitgeber leistet vereinbarungsgemäß Sozialversicherungsbeiträge entsprechend der Beitragsgrundlage vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit.“ Das Altersteilzeitgeld ersetzt dem Arbeitgeber teilweise (abhängig von der jeweiligen Variante) diesen zusätzlichen finanziellen Aufwand. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Berechnung der zustehenden Abfertigung alt auf Grundlage der Arbeitszeit vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit. 

Auch Teilzeitbeschäftigte, deren Arbeitszeit die gesetzliche oder kollektivvertragliche Normalarbeitszeit um nicht mehr als 40 Prozent unterschreitet, können in das Modell einbezogen werden. Das Antrittsalter für geförderte Altersteilzeit liegt bei Frauen bei 54 Jahren, bei Männern bei 59 Jahren, wobei es stufenweise angehoben wird. Gritsch: „Eine weitere Voraussetzung für die Vereinbarung einer Altersteilzeit ist, dass der Arbeitnehmer in den letzten 25 Jahren vor Geltendmachung des Anspruchs 15 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein muss. Die Gesamtdauer der Altersteilzeit darf auch fünf Jahre nicht überschreiten.“ Für Männer gilt übrigens laut Gritsch ab 1. Jänner 2020 ein Zugangsalter von 60 Jahren. „Bei Frauen ist hinsichtlich des Übertritts in die Altersteilzeit die sukzessive Anhebung des Regelpensionsalters zu berücksichtigen. Für Frauen also, die am 2. Dezember 1964 oder danach geboren sind, ist ein Übertritt in die ATZ erst mit einem Alter von 56 Jahren und sechs Monaten möglich – also frühestens im Jahr 2021.“

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