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Wenn die Lehre Grenzen überwindet

Die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich liegt seit Jahren unter dem EU-Schnitt. Nicht zuletzt deshalb wird die Lehre immer mehr zum Exportschlager.

Lehrlinge / Fachkräfte aus aller Welt
© adobestock-daniel ernst Das Erlernen eines Berufs ist in anderen Ländern ganz anders als in Österreich.

Andere Länder, andere Sitten – das gilt ganz besonders auch für die berufliche Ausbildung. Während in den meisten Ländern der Welt – etwa im Vereinigten Königreich, den USA oder Australien – junge Menschen hauptsächlich in vorrangig schulischen Systemen ihre Ausbildung erfahren, setzt man anderswo auf einen hohen Praxisanteil direkt in den Betrieben. So in Österreich, aber auch in Deutschland, der Schweiz, in Liechtenstein, Luxemburg und Südtirol, wo sich das sogenannte duale System als Erfolgsrezept erwiesen hat.

„Österreichische Lehrlinge verbringen 80 Prozent ihrer Ausbildungszeit in einem Betrieb, den Rest in der Schule“, berichtet Melina Schneider, Leiterin der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ. Und das hat sich bewährt, denn „es hat sich gezeigt, dass in jenen Ländern mit hohem Praxisanteil die Jugendarbeitslosigkeit vergleichsweise gering ist“.

Exportschlager duale Ausbildung

Deshalb blicken auch andere Länder immer öfter nach Österreich, wenn es um die Weiterentwicklung ihrer Bildungssysteme geht. „Wir haben bereits über 80 Delegationen aus aller Welt empfangen, die sich unser duales System angeschaut haben“, erzählt Schneider. 

In der Slowakei und Serbien wurde die Lehrlingsausbildung bereits gesetzlich verankert und wird quer über alle Branchen und Berufe implementiert. Serbien hat sich für die Einführung der dualen Ausbildung sogar die Wirtschaftskammer Steiermark zur Unterstützung an Bord geholt. Und durch die Zusammenarbeit mit der Lehrlingsstelle, dem WIFI und dem Talentcenter gelinge es nun insbesondere am Westbalkan, Elemente der dualen Ausbildung im jeweiligen Berufsbildungssys­tem zu verankern, so Schneider.

Auch zahlreiche im Ausland tätige österreichische Unternehmen setzen auf das duale System bei der Ausbildung ihrer Mitarbeiter. „Die Wirtschaftskammer Österreich hat bereits in sieben Ländern Pilotpartnerschaften für duale Ausbildungsprojekte aufgebaut“, berichtet Melina Schneider, Leiterin der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ. So in der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien, Serbien, Slowenien, Kroatien und China. Die Projekte werden von etwa 40 österreichischen Niederlassungen und 120 lokalen Firmen umgesetzt. In Serbien etwa sind es vor allem Speditionsunternehmen wie Gebrüder Weiß, Lagermax oder Schenker, aber auch der Handel und die Baubranche. „Mit dem Ausbildungsjahr 2019/2020 befinden sich insgesamt mehr als 10.000 Jugendliche in 30 national angepassten Lehrberufen nach österreichischem Vorbild in dualer Ausbildung“, so Schneider.

Vergleichbarkeit von Bildungssystemen

Wegen ihrer Unterschiedlichkeit lassen sich Bildungssysteme verschiedener Länder schwer miteinander vergleichen – ein Problem für international tätige Betriebe. Deshalb ist die Zuordnung unterschiedlicher Ausbildungen in den nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) besonders wichtig. Dass die Lehre darin nun auf dem Niveau steht, auf dem in anderen europäischen Ländern in der Regel die Matura ist, und der Bachelor auf einer Ebene mit dem Meister steht, sei ein großer Erfolg. Der NQR folgt in seiner Struktur dem europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) – die Basis für den Vergleich.

Von Petra Mravlak

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