th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Wenn der Taktschlag am Arbeitsplatz erhöht wird

Seit September sind bis zu zwölf Stunden Gleitzeit pro Tag möglich. Wie die Umsetzung gelingt? Wir haben nachgefragt.

Mann und Wecker
© Jeanette Dietl-stock.adobe.com Freizeit oder Geld, das ist die Frage.

Seit 1. September darf die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu zwölf Stunden verlängert werden, wenn vereinbart wurde, dass
ein Zeitguthaben ganztägig verbraucht werden kann, also Gleittage in Anspruch genommen werden können und
der Verbrauch des Zeitguthabens im Zusammenhang mit einer wöchentlichen Ruhezeit nicht ausgeschlossen ist, die Gleittage also so gelegt werden können, dass verlängerte Wochenenden möglich sind.


Die Wochenstunden


Die maximale wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt nun 60 Stunden. Kirsten Fichtner-­Koele, Expertin im WKO-Rechtsservice, mahnt zur Vorsicht im Umgang mit Jugendlichen: „Das sind Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie unterliegen dem Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz und können von keiner Gleitzeitvereinbarung erfasst werden.“

Für alte Vereinbarungen vor dem Stichtag gilt laut Fichtner-Koele folgendes: „Ist der Gleitzeitrahmen mit zehn Stunden begrenzt, kann er nur dann auf zwölf Stunden ausgedehnt werden, wenn der Betriebsrat einer Änderung der Betriebsvereinbarung zustimmt oder wenn der betroffene Dienstnehmer in Firmen ohne Betriebsrat zustimmt.“

Viele vor dem 1. September abgeschlossenen Gleitzeitregelungen enthalten – trotz Zeitrahmens mit zumindest zwölf Stunden – folgende Formulierung: „Die tägliche Normalarbeitszeit von zehn Stunden darf nicht überschritten werden und der Dienstnehmer ist verpflichtet, diese höchstzulässige Dauer der täglichen Normalarbeitszeit von zehn Stunden einzuhalten.“

Bleibt diese Gleitzeitregelung unverändert und arbeitet der Dienstnehmer seit 1. September zwölf Stunden am Tag, kann der Dienstgeber nicht mehr bestraft werden, er muss dem Mitarbeiter aber für die elfte und zwölfte Stunde am Tag Überstundenentgelt zahlen. Um das zu vermeiden, muss die bestehende Gleitzeitregelung ein- vernehmlich geändert werden

Das könnte Sie auch interessieren

  • Servicenews
Schutzfrist und Karenz sind zeitlich genau terminisiert.

Genauer Zeitplan für die Babypause

Stellt sich Nachwuchs ein, dann muss die Karenzdauer zeitgerecht gemeldet werden. Was passiert, wenn die Meldefrist verpasst wird? Die Expertin gibt Auskunft. mehr

  • Servicenews
Mann flüstert etwas ins Telefon.

Warum der Schutz von Daten so wichtig ist

Der Datenschutz ist kein Lippenbekenntnis, sondern wird gesetzlich streng exekutiert. Worauf bei Verletzungen zu achten ist. mehr