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Weltgrößte Air Show mit Steirer-Know-how

Die steirische Luftfahrtindustrie ist mit ihren Innovationen bei der International Paris Air Show in Le Bourget mit dabei. Wir haben uns umgehört.

Flugzeug
© Lukas Gojda,stockadobe In der Steiermark gibt es zahlreiche Unternehmen die in der Luftfahrtbranche höchst erfolgreich sind.

Pro Minute starten weltweit 88 Flugzeuge – das sind 46,1 Millionen Flüge pro Jahr. Und bei fast allen ist steirische Technologie mit an Bord. „Die Branche umfasst hierzulande mittlerweile mehr als 80 Unternehmen, die zusammengerechnet einen Umsatz von über 750 Millionen Euro erwirtschaften und rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigen“, weiß Christa Zengerer, Geschäftsführerin des steirischen Mobilitätsclusters ACstyria (siehe auch Interview rechts). 

Die Bandbreite der Produkte reicht dabei von High-Tech-Materialien über Leiterplatten für Steuerungssysteme bis hin zu Treibstoffleitungen, strömungstechnische Optimierung oder Getriebeteile. Die internationalen Kunden sind das Who is who der Luftfahrt: Airbus, Boeing, Embraer oder Bombardier.

Und so wird es auch zahlreiche Innovationen „made in Styria“ bei der weltgrößten Luftfahrtmesse, der International Paris Airshow in Le Bourget von 17. bis 23. Juni zu sehen geben: so zum Beispiel die Ribletoberfläche, die sogenannte Shark Skin, der Grazer „bionic surface technologies GmbH“. Das 2009 von Peter Leitl und Andreas Flanschger gegründete Unternehmen befasst sich mit Oberflächen, die den Reibungswiderstand in Strömungen reduzieren. „In der Luftfahrt bedeutet dies Treibstoff- und damit CO₂-Einsparungen von bis zu vier Prozent“, berichtet Flanschger. Das Unternehmen ist Spezialist für strömungstechnische Optimierungen und Analysen sowie das Neudesign von Bauteilen zur Effizienzsteigerung von Großraumjets. „Wir haben zum Beispiel neue Winglets für einen Langstreckenjet entwickelt, die den Treibstoffverbrauch um zwei Prozent senken können“, so Flanschger.

Hightech-Komponenten aus der Steiermark

Auch Pankl Aerospace hat in Le Bourget einiges vorzuweisen. „Wir zeigen, dass Pankl neben den Luftfahrtkomponenten auch die in der Zukunft wichtige Produktionstechnologie vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt abdecken kann“, berichtet Geschäftsführer Horst Rieger. Pankl Aerospace wurde 2006 als eigenes Unternehmen innerhalb der Pankl-Gruppe gegründet und zählt heute insgesamt 200 Mitarbeiter in Kapfenberg und in Kalifornien. Produziert werden Antriebskomponenten wie Wellen, Rotoren oder Getriebe für Flugzeuge und Hubschrauber. Zu den Kunden zählen unter anderem Rolls-Royce, Airbus Helicopters, MTU oder Schiebel.

Die High Performance Metals Division der Voestalpine wird  mit drei steirischen Produktionsgesellschaften (Böhler Edelstahl, Böhler Aerospace, Böhler Bleche) in Le Bourget vertreten sein. „Die Luftfahrt ist einer der zen­tralen Wachstumstreiber unserer steirischen Produktionsstandorte Kapfenberg und Mürzzuschlag“, berichtet Franz Rotter, Leiter der Division. Die Produkte sind als Struktur- und Fahrwerksteile sowie Flügel- und Triebwerkskomponenten unter anderem in Flugzeugen von Airbus und Boeing vertreten. Auf der Messe werden unter anderem die beiden neuen High-Tech-Schmiedelinien in Kapfenberg präsentiert. Weiteres Highlight: die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Metalldruck in der Luftfahrt.


Drei Fragen an Christa Zengerer, Geschäftsführerin des ACstyria

Wie geht es der Luftfahrtindustrie?

Wir befinden uns im rasanten Steigflug – die High-Tech-Kompetenz steirischer Unternehmen ist sehr gefragt.

Kann die Luftfahrt klimafreundlicher werden?

Ja! Der neue Airbus-CEO ist überzeugt, dass der Hersteller mit dem ersten emissionsfreien Verkehrsflugzeug die 2030er-Jahre beherrschen wird.

Wie schätzen Sie die Zukunft der Branche ein?

Trends wie Lufttaxis verhelfen der Branche zu Aufwind und neue Technologien sind eine Chance für unsere Firmen.

Von Petra Mravlak

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