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Welcher Antrieb das Rennen macht

Brennstoffzelle, Batterie oder weiterhin Verbrennungsmotor? Die Möglichkeiten sind vielfältig, denn im Wettkampf der Antriebsarten der Zukunft wird an immer neueren Technologien ­getüftelt. Hier unter Beschuss geraten ist allerdings der Diesel. 

Zu Unrecht, wie AVL-CEO Helmut List, TU-Graz-ForscherHelmut Eichlseder und WKO-Präsident Josef Herk betonen. Ein Ausschluss des Diesels im technologischen Wettrennen sei sowohl aus Sicht der Forschung als auch der Wirtschaft ein schwerer Fehler.
Helmut Eichlseder, Leiter des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen an der TU Graz, Helmut List, Vorstand und CEO der AVL List GmbH sowie Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark (v.l.).
© Foto Fischer Helmut Eichlseder, Leiter des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen an der TU Graz, Helmut List, Vorstand und CEO der AVL List GmbH sowie Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark (v.l.).
Wie werden wir in Zukunft unterwegs sein? Motorisiert mit Brennstoffzelle, elektrisch angetrieben oder doch mit dem altbekannten Geräusch des Verbrennungsmotors unter der Haube? So vielfältig die Möglichkeiten sind, die sich hier ergeben, so vielfältig sind auch die Meinungen. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Im Match der Antriebe der Zukunft wird hierzulande nicht nur fieberhaft geforscht, sondern auch heftig diskutiert.  
Immer wieder im Zentrum dieser Debatten findet sich der Diesel – einst hochgelobte  Antriebsart, heute mit stark ramponiertem Image. Ist der Diesel aber tatsächlich der Umweltsünder Nummer eins, als der er medial wie auch politisch oft gebrandmarkt wird? „Nein. Im Gegenteil, er hat noch viel Potenzial“, mahnen Experten. Darum plädieren sie auch für ein Ende der Angst- und Panikmache. Den Diesel aus dem Rennen um die mobile Zukunft auszuschließen, sei weder fachlich noch volkswirtschaftlich der richtige Weg.
„Nach der Kritik an den Stickoxidemissionen beim Diesel hat der Gesetzgeber rasch reagiert. Seit der Einführung der Real-Driving-Emissions wurden große Fortschritte in kürzester Zeit realisiert“, erklärt dazu AVL-CEO Helmut List. Die neuesten Modelle zeigen hier bereits auf ein Fünftel reduzierte Werte und bei den CO2-Emissionen sei der Diesel ebenfalls schon um 15 Prozent niedriger als der Benziner, erzählt List. Er tritt für einen fairen Wettbewerb der drei Technologien ein: „Verbrennungsmotor, Elektro-/Batterie-Antrieb und Brennstoffzelle sowie deren Kombinationen, in allen steckt noch viel Potenzial, und sie alle werden in Zukunft um die besten Lösungen konkurrieren. Den Diesel aus dem Rennen zu nehmen, wäre schädlich.“
Ein offenes Match um den Antrieb der Zukunft sieht auch  Helmut Eichlseder, Leiter des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen an der TU Graz, der ebenso wie List eine Lanze für den Diesel bricht: „Mit der Einführung des Partikelfilters wurde das früher mit dem Diesel verbundene Feinstaubproblem gelöst, die Emission von Stickoxiden ist das verbleibende Thema“, so Eichlseder, der betont, dass die Grenzen des Machbaren noch lange nicht ausgereizt seien. So könne der Dieselmotor sogar „Zero-impact“-Niveau erreichen. List spricht hier von fünf bis sieben Jahren, in denen das von Forschungsseite aus möglich sei, „dann ist die Industrie gefordert“.
Stichwort Industrie: Wie wichtig der Faktor „Auto“ ist, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk: „Bundesweit hängen alleine 8,6 Milliarden Euro an direkter Wertschöpfung und 230.000 Jobs am Diesel. Und in der Steiermark vereint der Mobilitätscluster 150 Unternehmen, die mehr als 40.000 Mitarbeiter beschäftigen.“ Deshalb verwahre man sich auch dagegen, die Umweltproblematik rein am Rücken der Autofahrer auszutragen: „Dieselfahrverbote in den zehn größten Städten Österreichs würden einen volkswirtschaftlichen Schaden von fünf Milliarden Euro verursachen.“

Die Mobilität werde sich in naher Zukunft massiv verändern, unterstreicht Herk, umso mehr gelte es deshalb, das Potenzial in allen Bereichen voll auszuschöpfen: „Auch beim Diesel. Anstatt hier Populismus zu betreiben, fordern wir von der Politik Seriosität ein.“

Zitate:

Helmut List: „Noch fünf bis sieben Jahre Forschung und Diesel beeinflus-sen die Luftqualität nicht mehr.“ 

Helmut Eichlseder: „Das Match der drei Antriebstechnologien Verbrennungsmotor, Elektroantrieb und Brennstoffzelle ist völlig offen."

Von Veronika Pranger

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