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Welche Versicherung deckt welchen Job?

Jobs ändern sich und damit stellen sich Betroffene oft die Frage, ob sie bei der SVA oder GKK versichert sind. Jetzt ist eine klare Zuordnung „amtlich“.

Die klare Zuordnung zur Sozialversicherung schützt alle Menschen, die im Arbeitsleben stehen.
© photocreo Bednarek/stock.adobe.com Die klare Zuordnung zur Sozialversicherung schützt alle Menschen, die im Arbeitsleben stehen.

Um die Rechtssicherheit für Selbständige zu erhöhen und zur besseren Abgrenzung zwischen Selbständigkeit und Unselbständigkeit ist mit 1. Juli das sogenannte Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz (SV-ZG) in Kraft getreten. Georg Königsberger, Experte im WKO-Rechtsservice: „Durch neue verfahrensrechtliche Bestimmungen und verstärkte Einbindung betroffener Sozialversicherungsträger soll das Verfahren der Zuordnung objektiviert und somit die Rechtssicherheit für alle Beteiligten erhöht werden.“

Schutz vor hohen Nachforderungen
Bislang standen bei Umqualifizierung eines Selbständigen oft hohe Beitragsnachforderungen an, da Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge für bis zu fünf Jahre vom früheren Auftraggeber nachbezahlt werden mussten. Während die gesetzlichen Bestimmungen, wer als Selbständiger und wer als Dienstnehmer anzusehen ist, gleich bleiben, bringt das SV-ZG neue Möglichkeiten der Zuordnung um damit die Rechtssicherheit zu erhöhen:
Bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit als neuer Selbständiger bzw. bei Anmeldung bestimmter freier Gewerbe ist nunmehr eine gemeinsame Vorabprüfung durch SVA/SVB und GKK durchzuführen.

Tritt im Rahmen einer gemeinsame Prüfung lohnabhängiger Abgaben (GPLA) der Verdacht auf, dass anstelle einer selbstständigen Tätigkeit eine Pflichtversicherung nach dem ASVG vorliegt, hat die GKK bzw das Finanzamt die SVA/SVB hiervon zu verständigen und die weiteren Erhebungen sind aufeinander abgestimmt von beiden durchzuführen.
Auf Antrag ist es nunmehr möglich, eine Versicherungszuordnung vornehmen zu lassen.
Königsberger: „Aufgrund der Normierung einer gesetzlichen Bindungswirkung kann in einem späteren Prüfungsverfahren eine Neuzuordnung nur dann vorgenommen werden, wenn eine entsprechende Sachverhaltsänderung eintritt.“

Zu einer Änderung ist es laut Königsberger auch im Rahmen der beitragsrechtlichen Auswirkungen im Falle einer Umqualifizierung gekommen: „Bislang kam es bei der Neuzuordnung eines Selbständigen zu einer ASVG-Pflichtversicherung zur Dienstgeber- und Dienstnehmerbeitragsnachforderung an den früheren Auftraggeber, während der nunmehr dem ASVG zugeordnete frühere Auftragnehmer grundsätzlich seine geleisteten GSVG-Beiträge zurückfordern konnte.“

Diese zu Unrecht geleisteten GSVG-Beiträge des vormals Selbständigen werden nun nicht mehr an diesen ausbezahlt, sondern an den zuständigen Krankenversicherungsträger des neuen Dienstgebers überwiesen und auf dessen Nachzahlungsbeitrag angerechnet.

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