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Wegweiser zum EU-Fördergeld

Der Förderdschungel der EU ist gar nicht so dicht und undurchschaubar wie angenommen. Privatpersonen, Unternehmer und Kommunen müssen nur wissen, wo die Zapfhähne sitzen. Ein kompetenter Überblick.

Der Weg zum EU-Fördergeld kann oft undurchsichtig sein – der Wegweiser zum Fördergeld hilft hier weiter
© Oliver Boehmer - bluedesign® Der Weg zum EU-Fördergeld kann oft undurchsichtig sein – ein Überblick über die Fördermöglichkeiten der EU.

Brüssel schüttet Jahr für Jahr Milliarden an Fördergeldern aus, die aus insgesamt sechs Töpfen fließen. Privatpersonen, Unternehmer und Kommunen können sich aus diesen nicht direkt bedienen, sondern nur über Institutionen (siehe Ansprechstellen rechts). Wichtig ist zu wissen, dass alle Förderprojekte nur kofinanziert werden. Das heißt, nur wenn Land  und/oder Bund Geld locker machen, dann können sie sich auch in Brüssel aus den Fördertöpfen bedienen. 

1. EFRE: 536 Millionen Euro für Österreich. Der „Europäische Fonds für regionale Entwicklung“ unterstützt Unternehmen (vor allem KMU) finanziell bei Investitionen zur Schaffung von Wachstum und Beschäftigung. Efre finanziert unter anderem Projekte zu Forschung und Entwicklung, Umwelt und Energie sowie regionale und lokale Entwicklungen. Bei den Efre-Mitteln handelt es sich um Ko-Finanzierung, das heißt, die EU fördert Projekte zu einem gewissen Prozentsatz. Die restlichen Mittel werden durch Bund, Land oder andere Träger zur Verfügung gestellt. In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen 536 Millionen Euro in Österreich zur Verfügung. Davon fließen rund 130 Millionen Euro für die Umsetzung regionaler Projekte in die Steiermark. Beispiele siehe Kasten links. 

2. ESF: 442 Millionen Euro für Österreich. Ziel des „Europäischen Sozialfonds“  ist es, Bildungs- und Beschäftigungschancen zu verbessern sowie den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der europäischen Union zu stärken. Zum Beispiel werden berufliche Aus- und Weiterbildungen, Initiativen zum demografischen Wandel auf dem Arbeitsmarkt, Projekte zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen, zur Bekämpfung von Diskriminierung und Investitionen in das Humankapital finanziert. Beispiele siehe Kasten links.

3. ELER: 3,9 Milliarden Euro für Österreich. Eler ist das Förderinstrument der EU für den ländlichen Raum. Ein Schwerpunkt ist die Innovations- und Kooperationsentwicklung in ländlichen Gebieten, gefördert durch das Teilprogramm „Leader“. Im Rahmen von „Leader“ werden Ansätze zur Umsetzung hochwertiger, integrierter Strategien für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. Die Ansätze sollen von aktiven, auf lokaler und regionaler Ebene tätigen Partnerschaften erarbeitet werden, die unter dem Titel lokale Aktionsgruppen flaggen. Die Steiermark verfügt über 15 Leader-Regionen, österreichweit sind es 77. 2014-2020 wird die Eler-Förderung mit 3,9 Milliarden Euro weitergeführt. Schwerpunkte des Programms bilden die Bereiche Umwelt und Investition sowie Kompetenz und Innovation. 

4. Horizont 2020: 77 Milliarden Euro EU-weit. Die Forschungsrahmenprogramme der EU bündeln alle forschungsverwandten EU-Initiativen, die eine zentrale Rolle für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze spielen. Horizont hat vier Ziele: 1. Eine Wissenschaftsbasis für Forschung & Entwicklung zu schaffen,  wie zum Beispiel Forschungseinrichtungen, grenzüberschreitende Ausbildungsprogramme. 2. Wachstum durch Leadership (Industrie-und Gewerbebetriebe), speziell durch Innovationsprogramme für Klein- und Mittelbetriebe (KMU). 3. Lösen gesellschaftlicher Probleme, unter anderem in den Bereichen Energie, Verkehr, Gesundheit. 4. Stärkung des Forschungsraumes innerhalb der EU  und gesellschaftliche Fundierung von Forschung und Innovation. 

5. LIFE +: 3,4 Milliarden Euro EU-weit: Life + ist das Förderinstrument der EU für Umweltschutzprojekte und -initiativen. Finanziert werden konkrete Umweltprojekte zur Erhaltung oder Renaturierung bestehender, schützenswerter Lebensräume sowie Studien, Analysen und Projekte zur Umweltbildung. Seit dem Start des Programms durch die EU-Kommission 1992 wurden in Österreich insgesamt 95 Projekte landesweit im Gesamtwert von 265 Millionen Euro durchgeführt. Die Kofinanzierung aus den EU-Fördertöpfen  betrug in diesem Zeitraum rund 108 Millionen Euro. 

6. Kreatives Europa: 1,46 Milliarden Euro EU-weit: Hauptziel der EU-Kulturförderung ist es, die kulturelle Zusammenarbeit in Europa zu erleichtern und zu unterstützen, um dadurch das gemeinsame europäische Kulturerbe in den Vordergrund zu bringen. Das Programm bietet Unterstützungsmöglichkeiten für alle Kulturakteure und trägt damit zur Entwicklung der kulturellen Zusammenarbeit bei. Das Programm verfolgt drei Ziele: Unterstützung der grenzüberschreitenden Mobilität von Menschen, die im Kultursektor arbeiten, sowie der grenzüberschreitenden Verbreitung von kulturellen und künstlerischen Werken sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs. Österreich erhielt in der Förderperiode 2007 bis 2013 für 91 Projekte mit 131 beteiligten Organisationen 23 Millionen Euro an EU-Zuschüssen.

Ansprechstellen 

SFG: Die „Steirische Wirtschaftsförderung“ steht weiß-grünen Unternehmen, mit Ausnahme von Tourismusbetrieben, für Förderansuchen offen: www.sfg.at.

AWS: Das „Austria Wirtschaftsservice“ ist die österreichweite Ansprechstelle für Firmen auf der Suche nach EU-Förderungen:
www.aws.at.

ÖHT: Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank ist eine Spezialbank zur Finanzierung und Förderung von Investitionen im Tourismus: www.oeht.at.

FFG: Die „Österreichische Forschungsgesellschaft“ wickelt Förderansuchen für Forschungseinrichtungen ab: www.ffg.at

KPC: Ansprechstelle für Förderansuchen rund um Umweltthemen: www.umweltfoerderung.at.

Steiermärkische Landesregierung: Die Anlaufstelle für Privatpersonen:
www.steiermark.at.

EU-FÖRDERUNGEN:


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