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Was ist mit alten Krediten in der Krise?

Viele kleine Unternehmer sorgen sich, was mit Krediten ist, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden und jetzt fällig werden. Dazu der Experte. 

Frau mit Geldsorgen
© adobestock Nicht nur fehlende Umsätze machen derzeit Sorgen, sondern auch „alte“ Kredite.

Kleinunternehmer bis maximal neun Arbeitnehmer und einem Jahresumsatz bzw. einer Jahresbilanz bis zwei Millionen Euro können aufatmen, weil große Erleichterung angesagt ist, so Gerhard Ortlechner, Experte im WKO-Rechtsservice: „Für Kredite, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden, gilt, dass Rückzahlungen (Zins- oder Tilgungsleistungen), die zwischen 1. April und 30. Juni fällig werden, jeweils drei Monate gestundet werden.“ Voraussetzung ist, so Ortlechner, dass das Unternehmen aufgrund der Covid-19-Pandemie die Leistungen nicht erbringen kann oder dem Unternehmen die Erbringung der Leistung ohne Gefährdung des Betriebes nicht möglich wäre.

Keine Kündigung durch Kreditgeber 

Kündigungen des Kreditgebers wegen Zahlungsverzuges sind damit bis zum Ablauf der Stundung ausgeschlossen. Ortlechner: „Der Kreditnehmer hat selbstverständlich das Recht, weiterhin die volle Schuldentilgung vorzunehmen. Die Vertragspartner können auch abweichende Regelungen über mögliche Teilleistungen, Zins- und Tilgungsanpassungen oder Umschuldungen treffen.“

Wichtig ist es laut Ortlechner, dass sich Kreditgeber und Unternehmer auf eine einvernehmliche Regelung bzw. Lösung einigen: „Kommt diese für den Zeitraum nach 30. Juni nicht zustande, so verlängert sich die Vertragslaufzeit um drei Monate und die jeweilige Fälligkeit wird auch um diese Frist hinausgeschoben. Der Kreditgeber hat darüber eine Vertragsausfertigung zur Verfügung zu stellen.“ Während der Stundung fallen keine Verzugszinsen an.

Verzugszinsen werden generell beschränkt

Generell wurden bzw. werden Verzugszinsen für sämtliche Vertragsverhältnisse, die in dem von der Pandemie besonders betroffenen Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 30. Juni 2020 fällig werden, auf ein gesetzliches Maß von vier Prozent pro Jahr beschränkt.

Ergänzend dazu merkt Ortlechner an, „dass darüber hinaus im Finanzstrafgesetz zahlreiche Fristen erneut überarbeitet wurden. So sieht das Gesetz vor, dass unter anderem die Einspruchsfrist, Rechtsmittelfrist oder die Frist zur Anmeldung einer Beschwerde unter gewissen Voraussetzungen unterbrochen werden und erst mit dem Stichtag 1. Mai 2020 neu zu laufen beginnen.“ In jedem Fall sind bei Fragen WKO-Experten zurate zu ziehen. 

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