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Was die Busfahrt europaweit bremst

9.000 rot-weiß-rote Busse bewegen jährlich rund 500 Millionen Passagiere. Welche Sorgen die Branche vorrangig drücken, das haben wir hinterfragt.

Passagiere im Bus
© Bernard Perrier Busse, Öffis oder Reisebusse, sind sichere und saubere Verkehrsmittel. Fast 200 steirische Busunternehmer transportieren mit 1.100 Bussen rund 55.000 Passagiere täglich

Das jährliche Arbeitstreffen der Spitzenvertreter der Busverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg im Juli in Deutschland hat ganz klar ergeben, wo (auch) die rund 1.300 Busunternehmer in Österreich, rund 200 davon in der Steiermark, wirtschaftlich an Fahrt verlieren. „Es sind vor allem die Lenk-und Ruheregelungen, die gerade den Reiseverkehr unglaublich bremsen“, kritisiert Paul Blachnik, Fachverbandsgeschäftsführer Bus: „Unsere Chauffeure werden gesetzlich gleich behandelt wie Lkw-Fahrer, das kann doch nicht sein. Wir brauchen dringend eigene Lenk- und Ruhegesetze, zumindest aber Sonderregelungen.“ Europaweit kämpfen die Busunternehmer im Reiseverkehr auch um bevorzugte Behandlung an den Grenzen. Blachnik: „Es ist ganz schwierig, die Lenk- und Ruhezeiten zu planen, wenn die Fahrer stundenlang am Grenzbalken stehen müssen.“

Nicht zuletzt prangert Blachnik auch den Bürokratiewahnsinn an. So haben die Unternehmer auf Fahrten quer durch Europa für jedes Land eine eigene Steuernummer zu lösen. „Wir wünschen uns eine MwSt-Befreiung wie in der Luftfahrt, zumindest aber eine einfachere Handhabung dieses Problems.“ Weil immer wieder das Thema Dieselfahrzeug auf den Tisch kommt, gibt Blachnik Entwarnung: „Busse sind mit 15g/CO2 pro Passagier/km die mit Abstand saubersten Straßenverkehrsmittel.

 Alle Infos über die österreichischen Busunternehmer: www.berufsgruppe-bus.at

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