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Was das Steuerjahr 2020 bringen wird

Wenn das Jahr zu Ende geht, dann lohnt sich ein Blick in das neue Steuerjahr. Was auf die Unternehmer ab 1. Jänner 2020 zukommt. Ein Ausblick.

Geld und Würfel
© magelepicture, adobestock Der Jahresabschluss ist immer auch ein Ausblick auf das neue Steuerjahr.

Wie von der Bundesregierung angekündigt, wurden jetzt die erste (von drei) Etappe(n) der Steuerreform sowie das Abgabenänderungsgesetz beschlossen. Petra Kühberger, Expertin im WKO-Rechtsservice, mit den wichtigsten Einzelheiten, die im neuen Steuerrjahr auf die Unternehmer zukommen:

Schaffung einer Pauschalierungsmöglichkeit für Kleinunternehmen in der Einkommensteuer: Unternehmer mit Umsätzen von nicht mehr als 35.000 Euro können ab dem Veranlagungsjahr 2020 pauschal 45 Prozent der Betriebseinnahmen als Betriebsausgaben geltend machen; 20 Prozent bei Dienstleistungsbetrieben.

Erhöhung der Betragsgrenze von geringwertigen Wirtschaftsgütern: Bisher konnten abnutzbare Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400 Euro sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden. Diese Grenze wird nach dem 31. Dezember auf 800 Euro angehoben.

Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze: Die Umsatzgrenze, ab deren Überschreiten Umsatzsteuerpflicht besteht, wird ab 1. Jänner 2020 von 30.000 Euro auf 35.000 Euro angehoben.

Senkung des Umsatzsteuersatzes für elektronische Publikationen, z. B. E-Books: Er wird ab dem Stichtag dem Umsatzsteuersatz von physischen Druckwerken angepasst und beträgt in der Regel nur mehr zehn Prozent.

Entfall der Umsatzsteuer-Freigrenze von 22 Euro bei Importen aus Drittländern. Betroffen sind Gegenstände, die nach dem 31. 12. 2020 eingeführt werden.

Steuerbefreiung bei Eigenstromerzeugung mittels Photovoltaik: Ab 2020 keine Elektrizitätsabgabe mehr.

Digitalsteuer: Onlinewerbeleistungen (z. B. Suchmaschinenwerbung), die nach dem 31. Dezember entgeltlich erbracht werden, unterliegen der Digitalsteuer, wenn die Onlinewerbung auf dem Gerät eines Nutzers mit inländischer IP-Adresse empfangen wird und sie sich (auch) an inländische Nutzer richtet. Erfasst sind jedoch nur Onlinewerbeleistungen von Unternehmern, die einen weltweiten Umsatz von 750 Mio. Euro und in Österreich einen Umsatz von zumindest 25 Mio. Euro aus der Durchführung von Onlinewerbeleistungen erzielen. Die Digitalsteuer beträgt fünf Prozent des Entgelts. 

Anpassung der NoVA-Formel an die neuen CO₂-Messwerte: Das neue CO₂-Messverfahren (WLTP-Prüfverfahren) für Fahrzeuge führt zu höheren CO₂-Emissionswerten als das bisherige Prüfverfahren (NEFZ). Da die Höhe der Normverbrauchsabgabe (NoVA), die beim Ankauf eines Fahrzeuges anfällt, vom CO₂-Ausstoß abhängig ist, wurde die bestehende NoVA-Berechnungsformel nun annäherungsweise an die neuen CO₂-Emissionswerte angepasst. Die neue Formel ist auf Vorgänge nach dem 31. Dezember anzuwenden 

Aufzeichnungs- und Meldepflichten für elektronische Schnittstellen: Zum Beispiel Marktplätze, die Lieferungen und Leistungen an Nichtunternehmer im Inland unterstützen, müssen Umsätze aufzeichnen und diese auf Verlangen elektronisch zur Verfügung stellen. Bei Umsätzen über einer Million Euro muss das ohne Aufforderung erledigt werden. 

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