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Was das Finanzamt alles wissen möchte

Das Gesetz sieht vor, dass Zahlungen an Geschäftspartner für bestimmte Leistungen an die Finanz gemeldet werden müssen. 

Wer die Mitteilung elektronisch einreicht, hat noch bis Ende Februar Zeit.
© Kirill - stock.adobe.com Wer die Mitteilung elektronisch einreicht, hat noch bis Ende Februar Zeit.

Noch bis Ende Februar haben Unternehmer Zeit, ihrer Meldepflicht von Honoraren nachzukommen, die im Einkommensteuergesetz festgeschrieben sind. Laut §109a EStG müssen Unternehmer demnach Honorare und Vergütungen, die sie an selbständig tätige Dritte im Inland bezahlt haben, unter gewissen Voraussetzungen ihrem Betriebsfinanzamt bekannt geben. Dadurch soll es möglich sein, Verbindungen zwischen den Betriebsausgaben des Auftraggebers und den Einnahmen des Auftragnehmers herzustellen.

„Die Meldung ist in elektronischer Form bis Ende Februar vorzunehmen“, weiß Steuerexpertin Petra Kühberger vom Rechtsservice der WKO Steiermark. Bekannt gegeben werden müssen Name (Firma), Wohnanschrift bzw. der Sitz der Geschäftsleitung, die Sozialversicherungsnummer sowie das Jahresentgelt, die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer und die Höhe des Dienstnehmeranteils für die Sozialversicherung. 

Meldepflichtige Vergütungen

Doch welche Vergütungen sind konkret meldepflichtig? „Dazu zählen Zahlungen für Leistungen als Funktionär, Aufsichtsrat, Stiftungsvorstand. Vortragender, Versicherungsvertreter, Kolporteur, Zeitungszusteller und Privatgeschäftsvermittler“, zählt die Expertin auf. Ebenso fallen Leistungen darunter, die im Rahmen eines freien Dienstvertrages erbracht werden und der Versicherungspflicht nach § 4 Abs 4 ASVG unterliegen.

In einigen Fällen gibt es aber Ausnahmen, sodass die Meldung unterbleiben kann. Das ist der Fall, wenn ...

.... das insgesamt im Kalenderjahr geleistete (Gesamt-)Nettoentgelt einschließlich allfälliger vergüteter Reisekostenersätze nicht mehr als 900 Euro und

... das Gesamtnettoentgelt einschließlich allfälliger vergüteter Reisekostenersätze für jede einzelne Leistung nicht mehr als 450 Euro beträgt. „Für das Unterbleiben der Mitteilungspflicht müssen beide Voraussetzungen gemeinsam vorliegen“, klärt die Juristin auf.

Nicht vergessen

Und noch ein paar Dinge sind zu berücksichtigen: Erfolgt für eine Person eine Meldung ans Finanzamt, muss eine Kopie der Meldung an die betreffende Person übermittelt werden. Dies erleichtert die Berücksichtigung dieser Honorare in der Einkommensteuererklärung.

Da freie Dienstnehmer bei der Gebietskrankenkasse anzumelden sind, muss für diese Gruppe zusätzlich ein Beitragsgrundlagen-Nachweis (Formular L 16) an die Sozialversicherung übermittelt werden. 

Bei Überweisungen ins Ausland greift übrigens § 109b EStG: Auch diese Regelung sieht in bestimmten Fällen eine Meldeverpflichtung ans Finanzamt vor.

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