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Was bei Ferialjobs zu beachten ist

Schüler und Studenten nutzen den Sommer gerne zum Geldverdienen. Wann der Fiskus nach dem Einkommen greift?

Ferialjob
© seventyfour - stock.adobe.com Schüler und Studenten müssen bei Ferialjobs auch nach dem Fiskus schielen.

Grundsätzlich gelten für Ferienjobs die identen Regeln wie für „normale“ Mitarbeiter. Ihnen steht ein KV-Lohn bzw. mangels diesem ein ortsübliches Entgelt zu. Ob Anspruch auf Weihnachts- und Urlaubsgeld besteht, hängt vom Kollektivvertrag (KV) ab, zwei Urlaubstage/Monat (Fünftagewoche) stehen aber auch Kurzzeitarbeitskräften zu, die bei Nichtkonsum ausbezahlt werden. Bei Löhnen über der Geringfügigkeitsgrenze (2019: 446,81 Euro) fallen auch Sozialversicherungsbeiträge an, die man sich wieder zurückholen kann. Hat der Arbeitgeber Lohnsteuer abgezogen, bekommt man auch diese im Zuge eines Lohnsteuerausgleichs wieder zurück, vorausgesetzt der Schüler/Student hat über das Gesamtjahr gerechnet nicht mehr als 12.000 Euro verdient. Achtung: Es gibt auch Ferienjobs in Form von Werkverträgen oder freien Dienstverträgen, für die der Arbeitgeber keinen Lohnsteuerabzug vornimmt.

Einkommensgrenzen

Ab einem Jahreseinkommen von 11.000 Euro müssen Schüler/Studenten von sich aus eine Einkommensteuererklärung abgeben. Ab einem Jahresumsatz von 36.000 Euro (30.000 Euro + USt) besteht auch Umsatzsteuerpflicht, so die WKO-Experten im Rechtsservice. Liegen die Einnahmen darunter, dann greift die unechte Steuerbefreiung für Kleinunternehmer.

Wann Eltern um den Familienbonus zittern müssen? Da spielt das Alter eine Rolle. Ganzjährig beliebig dazuverdienen dürfen Kinder bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres. Darüber sollten die fleißigen Sprösslinge ein nach dem laufenden Einkommensteuertarif zu versteuerndes Jahreseinkommen von 10.000 Euro nicht überschreiten, und zwar nach Abzug von SV-Beiträgen, Werbungskosten und außergewöhnlichen Belastungen, raten die WKO-Experten.

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