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Warum die Frächter wenig Hoffnung auf Hilfe haben

Die Transporteure fühlen sich im Stich gelassen. Warum auch ein 120-Millionen-Euro-Hilfspaket nicht wirklich ankommt.

Tankstelle Preisanzeige, LKW
© Adobestock, Studio V-Zwoelf Explodierende Energie­kosten gefährden die Versorgungssicherheit.

Auch wenn die Bundesregierung daran arbeitet, Hilfspakete für besonders von der Energiekrise betroffene Branchen zu schnüren, bei den Transporteuren hat man die Hoffnung auf Unterstützung fast schon aufgegeben.

Treibstoffrückvergütung

So zieht Peter Fahrner, FG-Obmann Güterbeförderungsgewerbe, bitter Zwischenbilanz: „Die geplante Treibstoffrückvergütung von 120 Millionen Euro klingt zwar gut, kann aber nicht einmal fünf Prozent der Mehrkos-ten abdecken. Zudem muss man genau hinterfragen, wem das Geld zukommen soll. Da ist in einem Papier (noch) voller Fragen überwiegend von Handwerksbetrieben die Rede, von den Frächtern ist da nichts zu lesen.“ Fahrner bezeichnet das Entlastungspaket gemeinsam mit seinem  Wiener Kollegen  Günther Reder schlichtweg „als Tröpfchen auf  dem glühend heißen Stein“. Auch der zusätzliche Fördertopf von 120 Millionen Euro für den Umstieg auf Elektro-Leicht-Lkw ist für die Branche nicht im Ansatz greifbar, quittiert Fahrner bitter: „Wo bitte nehmen wir rund 500 E-Lkw her, die es am Markt schlichtweg nicht gibt, und vor allem: Wo nehmen wir die Energie her?“ 

Modernste Dieselflotten

Fahrner verweist in diesem Zusammenhang auf modernste Dieselflotten, in die Unternehmer in den letzten Jahren Millionenbeträge investiert haben, um dem Umweltgedanken gerecht zu werden. Die Transporteure bekennen sich – so Fahrner –  auch weiterhin zu den Klimazielen und sind auch bereit, Beiträge zu leisten. „In der aktuellen Situation müssen Entlastungsmaßnahmen für unsere Betriebe aber Vorrang haben.“ 

Fahrner und seinen Transporteuren bleibt bis dato nichts anderes über, als auf viel Verständnis der Kunden  zu setzen, die die massiven Preissteigerungen mittragen müssen: „Die Teuerungsrate bei Diesel ist mit 5,9 Prozent (Februar 2022) auf dem höchsten Wert seit 1984. Während der Dieselpreis schon seit 2021 kontinuierlich gestiegen ist, erleben wir seit Beginn des Jahres einen regelrechten Preisschock mit einer Erhöhung von 47 Prozent (Stand 14. März). Um die Versorgungssicherheit im Land nicht zu gefährden, führt laut Fahrner kein Weg an einer wirksamen Energiepreiskompensation vorbei. Diese müsse unter anderem eine Aussetzung oder zumindest eine erhebliche Senkung der Mineralölsteuer beinhalten. Fahrner: „Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass es möglich ist, die Sprit-Steuer terminisiert auszusetzen und damit kurzfristig für Entspannung zu sorgen.“

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