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Warum der neue Obmann nach dem Ausschuss greift

Die Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe hat einen neuen Obmann: Peter Fahrner. Er wird künftig rund 1.500 Unternehmer vertreten.

Obmann Peter Fahrner im Interview
© saschapseiner Der neue Obmann Peter Fahrner im Interview

Sie treten das Erbe von ­Albert Moder an, wann ­waren Sie bereit, dem Ruf
an die Spitze zu folgen?

Fahrner: Als man vor ein paar Monaten an mich herangetreten ist, habe ich gesagt: Niemals. Dann aber habe ich mich überzeugen lassen, dass man doch viel bewegen kann, wenn man im Fahrerhaus Platz nimmt.


Sie sind ein (noch) relativ unbekanntes Gesicht außerhalb der Branche, wie würden Sie sich definieren?
Fahrner: Ich bin gelernter Mechaniker, begeisterter Unternehmer und in dritter Generation Frächter.


Wo wurzelt das Unternehmen Fahrner?
Fahrner: Mein Großvater hat das Unternehmen Fahrner & Sohn, Transport und Holzhandel mit drei Lkw in Pinggau gegründet, ich bin 1979 in den Betrieb eingestiegen.


Sie haben das Unternehmen in eine ganz andere Richtung gelenkt?
Fahrner: Ja, ich habe mich spezialisiert und bediene heute ausschließlich Terminal-Trucks im Cargo Center in Werndorf bei Graz. Ich habe ein großartiges Team mit sieben Mitarbeitern und werde auch von meiner Frau Silvia, die auch Prokuristin ist,  tatkräftig unterstützt.


Alle Blicke in der Branche sind auf Sie gerichtet und auf das, was Sie vorhaben. Was steht in Ihrem Aufgabenheft ganz oben?
Fahrner: Mein größtes Anliegen ist, das Selbstbewusstsein der steirischen Frächter zu heben. Sie verdienen sich viel mehr Wertschätzung, weil sie die Basisarbeit leisten, ohne die Güter auf keiner Ebene in Bewegung kommen könnten.


Sie sind seit vielen Jahren als Ausschussmitglied fest in der WKO verwurzelt, mit welcher Erfahrung?
Fahrner: Ich habe gelernt, wie groß und unverzichtbar das Wissen der Mitglieder ist. Ich werde den Ausschuss daher nicht nur stark in meine Arbeit einbinden, sondern auch Aufgaben verteilen. Ich brauche den Ausschuss auch als Rückendeckung, weil eine Fachgruppe keine Firma ist, in der nur einer das Sagen hat.


Als Fachgruppenobmann muss man politisch gut vernetzt sein, um Forderungen durchzusetzen. Sind Sie das?
Fahrner: Ganz sicher, nicht nur aufgrund meiner Funktion als Gemeindekassier in der Marktgemeinde Pinggau seit 1996.


Sie sprechen sich für einen schnelleren Informationsfluss in der Branche aus. Mit welchem Ziel?

Fahrner: Wir müssen die Papierflut abschaffen, die für Unternehmer und Fahrer nicht mehr zu durchschauen ist. Ich werde mit Nachdruck an einer App arbeiten, die alle Infos in die Fahrerkabinen liefert. Da müssen Fahrverbote ebenso auf Knopfdruck abrufbar sein wie Umleitungen etc.


Wo tanken Sie Kraft für die vielen neuen Herausforderungen?
Fahrner: Auf langen Spaziergängen mit meinem Hund, einem Labrador. Ich bin alles, nur kein großer Sportler.


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