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Wann ist Zeugnistag für die Mitarbeiter?

Ein Dienstzeugnis ist aufgrund vieler Formalvorgaben und 30 Jahren Einklagbarkeit eine heikle Sache. Der Experte mit allen Details zum Thema.

Mitarbeiter im Lager
© halfpoint, stockadobe Hohes Engagement im Beruf ist ein Garant für ein positives Dienstzeugnis, das angefordert werden kann.

Arbeitnehmer haben grundsätzlich auf Verlangen ein Recht auf Ausstellung eines schriftlichen Dienstzeugnisses. Lehrzeugnisse hingegen sind unabhängig vom Verlangen nach Beendigung des Lehrverhältnisses automatisch auszustellen. Die Formulierung ist zumeist Sache des Dienstgebers, sie muss jedoch in jedem Fall Auskunft über Art und Dauer der Beschäftigung geben sowie vollständig und vor allem objektiv richtig sein. 

Lob ist erwünscht

Georg Königsberger, Experte im WKO-Rechtsservice, mit einem wichtigen Hinweis: „Angaben und Anmerkungen, welche den Abschluss eines neuen Arbeitsverhältnisses erschweren könnten, wie zum Beispiel der Hinweis auf eine erfolgte Entlassung, sind jedenfalls unzulässig.“ Es besteht laut Königsberger zwar kein Anspruch auf positive Beurteilung, doch sind lobende Worte nicht untersagt, sofern sie stimmen und sich nicht als versteckter Tadel entpuppen. Dabei muss auf jedenfall stets der Superlativ verwendet werden. Das Zeugnis muss kein langer Aufsatz sein, sondern hat bloß Tatsachen zu bestätigen und kann bei üblicher ausreichender Bezeichnung der Beschäftigung sehr kurz gefasst sein. Es genügt dabei die Bestätigung, dass „Herr/Frau…von … bis … als … beschäftigt war“, mit einer kurzen Beschreibung des Aufgabengebietes. 

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten des Zeugnisses trägt bei Endzeugnissen generell der Arbeitgeber. Bei Zwischenzeugnissen ist es jedoch möglich, dass Kostenersatz vom Dienstnehmer eingefordert wird. Der Anspruch auf Ausstellung eines korrekten Dienstzeugnisses verjährt erst nach 30 Jahren und ist daher so lange einklagbar. Königsberger: „Es ist daher zu beachten, dass in Einzelfällen auch für lang vergangene Zeiträume ein Dienstzeugnis auszustellen ist. Dazu ist es allerdings notwendig, die zur Ausstellung erforderlichen (personenbezogenen) Daten im Betrieb zur Verfügung zu haben.“ Bedenken aus der Sicht des Datenschützers verwischt der Experte mit dem Argument, „dass der Arbeitgeber auf Verlagen einer rechtlichen Verpflichtung nachzu-kommen hat“.Betroffen sind aber nur jene Daten, die zur Erstellung des Dienstzeugnisses notwendig sind, für weitere Daten gilt die Löschpflicht, sofern nicht andere Rechtfertigungsgründe zur Speicherung vorliegen. 

Wenn ein Dienstzeugnis erst eine geraume Zeit nach der Beendigung des Dienstverhältnisses ausgestellt werden sollte, ist es stets mit dem aktuellen Ausstellungsdatum zu datieren. Vor- und Rückdatierungen sind grundsätzlich unzulässig. Königsberger: „Normale Dienst- und vor allem auch Lehrzeugnisse sind in jedem Fall gebührenfrei.“

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