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Wärmeflasche und Coolpad fürs Haus

Mit Eisspeichern können Häuser im Sommer gekühlt und im Winter beheizt werden. Die innovative Technologie macht es auch wirtschaftlich attraktiv.

Zunächst wird die Baugrube mit Folie ausgelegt, dann werden Rohrleitungen, Kies und Wasser eingebracht.
© Roth – Die Handwerksmeister Heizung und Klimaanlage zugleich: Zunächst wird die Baugrube mit Folie ausgelegt, dann werden Rohrleitungen, Kies und Wasser eingebracht.

Wer dieser Tage ob der drückenden Temperaturen schwitzt, für den verspricht allein das Wort Eisspeicher schon Abkühlung. Und dahinter verbirgt sich eine echte Innovation: Die Technologie macht es – vereinfacht gesagt – möglich, Gebäude im Winter zu heizen und im Sommer mit dem „Abfallprodukt“ Eis zu kühlen.

Die Roth Handel & Bauhandwerkerservice GmbH in Gleisdorf ist dabei ein veritabler Vorreiter: Die Installateur-Profis haben die Technologie so weit weiterentwickelt, dass das Kühl- und Heizungssystem nun deutlich günstiger und damit wirtschaftlich attraktiver ist. „Wir verbauen das System aktuell in den ersten Einfamilienhäusern, derzeit arbeiten wir an zehn Anlagen“, sagt Martin Gollenz, Leiter des Energiemanagements bei Roth.

Wie das System konkret funktioniert? Das Speichersystem wird neben dem Haus mit einer maximalen Tiefe von zwei Metern ähnlich wie ein Pool mit einer Folie verbaut, mit Kies und Wasser befüllt und mit Rohren zur Ab- bzw Zuleitung versehen. „Das macht das System günstiger als mit den bisherigen Zisternen aus Beton“, sagt Gollenz. Luftgeneratoren versorgen das Wasser im Speicher mit Wärme, das wiederum über eine Wärmepumpe das Gebäude beheizt. Zusätzlich liefert die Erdwärme weitere Energie. Gegen Ende der Heizperiode wird kaum noch Wärme zugeführt, der Eisspeicher entsteht. „Durch den Kristallisationsprozess wird noch einmal Energie erzeugt“, weiß der Experte.

Eine „coole“ Heizung 

Während im Winter die Wärme dem Wasser entzogen wird, wird das „Abfallprodukt“ Eis im Sommer zur Kühlung verwendet – quasi eine kostenlose Klimaanlage. „Die Vorteile des Systems liegen in der hohen Effizienz, der Geräuschlosigkeit und im geringen Platzbedarf“, sagt Gollenz.
Den ökologischen Mehrwert unterstreicht auch Anton Berger, Landesinnungsmeister der In­stallateure: „Das Heiz- und Kühlsystem ist sehr effizient, sodass sich dadurch die CO₂-Emissionen weiter deutlich senken lassen. Als Profis beim Einbau leisten die steirischen Installateure einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.“


So funktioniert der Eisspeicher:

Das Eisspeichersystem wärmt im Winter und kühlt im Sommer – quasi Heizung und „Klimaanlage“ in einem.

Weitere technische Erfordernisse: Wärmepumpe und Luftgeneratoren

Platzbedarf/Größe: zwischen 30 und 40 m², abhängig vom Leistungsbedarf des Gebäudes. 


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