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Vom Trainingskeller auf die EM-Bühne

Über Umwege zum Traumberuf: Wie Lisa Janisch ihre Passion entdeckte und sogar zur besten Malerin Europas gekürt wurde.

Lisa Janisch wurde 2016 zur besten Nachwuchs-Fachkraft Europas gekürt. Heuer ist sie als Botschafterin für EuroSkills 2020 im Einsatz.
© kk Lisa Janisch wurde 2016 zur besten Nachwuchs-Fachkraft Europas gekürt. Heuer ist sie als Botschafterin für EuroSkills 2020 im Einsatz.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ein Sprichwort, mit dem sich wohl auch Lisa Janisch bestens identifizieren kann. Hätte man der heute 28-Jährigen noch vor zehn Jahren gesagt, dass sie später einmal den Beruf ihres Vaters erlernen würde, wäre sie wohl in schallendes Gelächter ausgebrochen. „Auch wenn ich mit einem Malermeister als Vater aufgewachsen bin, konnte ich mir früher nie vorstellen, selbst einmal mit Farbkübeln in der Hand durch die Gegend zu laufen“, so Janisch, die mittlerweile als Malermeisterin im Familienbetrieb tätig ist.  

Doch einen richtigen Alternativplan hatte sie nach ihrer Matura nicht – auch die Jobsuche erwies sich als schwierig. Und so kam es, wie es kommen musste: „Aus Mangel an Alternativen hab ich dann im Betrieb meines Vaters mitgeholfen. Probieren kann ich es ja mal“, dachte sich die damals 23-Jährige. Nach nur einer Woche stand dann fest: „Dieser Job passt perfekt zu mir. Ich hab dann sofort mit der Lehre begonnen“, erzählt Janisch. Die Birkfelderin bewies von Anfang an großes Talent und konnte schon früh auf internationalem Niveau mitmischen. Bereits bei ihren ersten Wettbewerben stellte sie ihre Mitbewerber gekonnt in den Schatten. 

Beste Nachwuchs-Fachkraft Europas

Ihren wohl größten Triumph erlebte Janisch schließlich im Rahmen der EuroSkills 2016 in Göteborg: Bei den Berufseuropameisterschaften wurde sie zur besten Nachwuchs-Fachkraft Europas gekürt. Ein Sieg, der allerdings nicht von ungefähr kam. „Rund 900 Stunden habe ich im Keller unseres Hauses an einer Trainingswand geübt und mit meinem Trainer Michael Tobisch alle möglichen Szenarien durchgespielt. Dabei gab es einige Höhen und Tiefen, das Mentaltraining war für mich deshalb ein enorm wichtiger Teil während der Vorbereitungsphase“, so die Steirerin, die sich eineinhalb Jahre auf das große Event in Göteborg vorbereitete. Doch all der Schweiß, all die Tränen und die vielen Sehnenscheidenentzündungen waren es wert, um schlussendlich vor 80.000 Menschen brillieren zu können. „Das war ein Moment, den ich nie im Leben vergessen werde. Ich habe den Wettbewerb richtig genossen und mich gefreut, endlich das zeigen zu können, wofür ich trainiert habe“, so Janisch. 

Ein Bombeneinschlag

Zurück in der Heimat erwartete die dreifache Medaillengewinnerin nicht nur ein unglaublich stolzer Vater, sondern auch ein immenses mediales Interesse. „Es war wirklich wie ein Bombeneinschlag. Von heute auf morgen hat sich mein Leben komplett verändert. Ich bin in den letzten Jahren viel gereist und nach wie vor als Botschafterin für EuroSkills 2020 im Einsatz“, erklärt die junge Frau. 

Auch den Teilnehmern von EuroSkills 2020 in Graz möchte Janisch mit Tipps zur Seite stehen. „Eines kann ich allerdings gleich vorweg sagen – eine Teilnahme zahlt sich immer aus, egal ob man gewinnt oder verliert. Man nimmt so viel Positives mit und lernt spannende Leute kennen“, so Janisch. 

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