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Vollste Konzentration auf Berufs-EM

Das Wirtschaftsparlament schwor sich zur „Halbzeit“ bis zur nächsten WK-Wahl auf die Zukunft ein: Diese heißt „EuroSkills 2020“.

Wirtschaftsparlament
© Konstantinov Das Wirtschaftsparlament konnte auf große Erfolge der letzten Jahre zurück- und mit Vorfreude auf die Berufs-EM in die Zukunft blicken.

Wenn von 16. bis 20. September 2020 die besten Nachwuchs-Fachkräfte des Kontinents in ihren Disziplinen um den Europameistertitel kämpfen, werden 100.000 Besucher in Graz erwartet. Kein Wunder, dass dieses Großevent bereits seine Schatten vorauswirft  und damit auch beim Wirtschaftsparlament am vergangenen Dienstag in Graz das bestimmende Thema war.
Denn dass Österreich im April 2016 erstmals den Zuschlag für die „EuroSkills“ bekommen hat, ist zweifelsohne eine der wichtigsten Errungenschaften der ersten „Halbzeit“ dieser WK-Legislaturperiode. Die steirische Europameisterin Lisa Janisch, die im Dezember bei den EuroSkills in Göteborg sogar zu „Europas bester Fachkraft“ gewählt wurde und jetzt als Botschafterin der Heim-EM fungiert, schwor dementsprechend die Delegierten des Wirtschaftsparlaments auf die kommende Veranstaltung ein: „Wir Österreicher können dort mit unserer hervorragenden Ausbildung punkten und damit die Qualität unseres Handwerks unserem heimischen Publikum präsentieren. Diese Emotionen, wenn unsere Fachkräfte Medaillen gewinnen, müssen wir dazu nützen, diese Berufe in der Öffentlichkeit und bei der Jugend wieder attraktiver zu machen.“ WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk ging sogar noch einen Schritt weiter und forderte jeden Unternehmer der Steiermark auf, sich mit voller Kraft hinter diese Veranstaltung zu stellen. „Die EuroSkills sind für uns eine einmalige Gelegenheit, die steirische Wirtschaft einem internationalen Publikum zu präsentieren und einen Motivationsfaktor zu schaffen, um unsere Jugendlichen wieder stärker in berufliche Ausbildung zu bringen.  Machen wir diese Europameisterschaft gemeinsam zu den besten EuroSkills, die es je gegeben hat!“

Talente, WKO-Reform, Familienunternehmen

Um überhaupt einen wettbewerbsfähigen Nachwuchs ins Rennen schicken zu können, müsse man in erster Linie aber einmal die Talente der Jugend erkennen. Das im vergangenen Jahr eröffnete „Talentcenter“ soll dies gewährleisten – und die Einrichtung wird von den steirischen Schulen regelrecht gestürmt: Insgesamt haben 4.000 Jugendliche der 7. und 8. Schulstufe, das sind mehr als ein Drittel dieses Altersjahrganges, die fünfstündige Testung durchlaufen. Ein weiterer Erfolg der ersten „Halbzeit“ steht mit der „WKO 4.0“-Reform zu Buche: Neue Services, mehr Effizienz und eine weitere spürbare Entlastung der Mitglieder werden bis 2019 ein Einsparungsvolumen von 20 Prozent – oder, in ganzen Zahlen ausgedrückt, von 134 Millionen Euro – bringen. Herk: „15 Prozent werden durch Beitragssenkungen realisiert, weitere fünf Prozent durch neue Serviceleistungen.“ Ein Beispiel dafür ist die neue „Cyber-Security-Hotline“.
Zu einer ordentlichen „Halbzeit-Analyse“ gehört aber auch der Blick auf die zweite „Spielhälfte“: Neben dem alles überstrahlenden Thema „EuroSkills“ wird die WKO Steiermark sich vor allem auf das Thema „Familienbetriebe“ konzentrieren. Im Herbst wird es erstmals einen Kongress zu diesem Thema geben – und nach dem starken Fokus der letzten Jahre auf Neugründungen sei es „wichtig, die Basis nicht aus den Augen zu verlieren“, sagt Herk. Demnach wolle die WKO Steiermark Angebote schaffen für jene, die „nicht in Geschäftsjahren, sondern in Generationen denken und ein verlässlicher Garant für Arbeitsplätze sind“, so Herk.

Beschlüsse:

Gemeinsame Anträge aller Wählergruppen (Wirtschaftsbund/WB, Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband/SWV, Freiheitliche Wirtschaft/FW, Indus­triellenvereinigung/IV und Grüne Wirtschaft/GW), die vom Wirtschaftsparlament mehrheitlich beschlossen wurden:

  • Verwaltungsstrafrechtliche Haftungserleichterungen für Unternehmen (keine Kumulation, keine überzogenen Mindeststrafen, Ermahnen vor Bestrafung)
  • Erweiterung der Genehmigungsfreistellungsverordnung (Ausdehnung von Flächen und Lieferzeiten, Aufnahme zusätzlicher Gewerbegruppen etc.)
  • Öffentliche Auftragsvergabe (Beibehaltung erhöhter Schwellenwerte, Neufassung BVergG 2017, E-Vergabe/Vergabeplattformen)
  • Ausrollung des „AMS-Erhebungsdienstes“ auf die gesamte Steiermark
  • Investitionsimpulse zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandortes


Gemeinsamer Antrag von WB, SWV, FW und IV

  • Verbesserung der Rechtssicherheit für Projektwerber in Genehmigungsverfahren nach dem Urteil zur dritten Piste am Flughafen Wien

Gemeinsamer Antrag von FW und SWV

  • Beibehaltung und Erhöhung des Handwerkerbonus

Antrag des WB

  • Fairness für österreichische Unternehmen (Maßnahmenpaket zur Wettbewerbsgleichheit zwischen heimischen und internationalen Unternehmen insbesondere im Steuer-, Arbeits- und Sozialrecht)

Von Klaus Krainer

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