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Virtuelle Datenkette zur Beweisführung

Im Finanzbereich ist Blockchain längst Gamechanger, wo die Industrie auf kryptografisch verkettete Datensätze setzt, war Thema einer Expertenrunde.

Blockchain: Kontinuierlich erweiterbare Kette von kryptografisch verketteten Datensätzen.Jeder Block enthält Zeitstempel und Transaktionsdaten.
© Ruslan Guzov Fotolia Blockchain: Kontinuierlich erweiterbare Kette von kryptografisch verketteten Datensätzen.Jeder Block enthält Zeitstempel und Transaktionsdaten.

Nicht zuletzt durch Bitcoin ist die Verwendung von Blockchains in aller Munde (siehe Infobox). Doch wie unterschiedlich weit die Anwendung von kryptografisch verbundenen Datensätzen in der Industrie ist, ging kürzlich Blockchain-Experte Marcus Kottinger in einer Runde namhafter weiß-grüner Industriechefs auf den Grund.

„Die Technik ist relativ einfach. Jeder, der mit am Blockchain-Tisch sitzt, hat immer gleichzeitig Zugriff auf die Daten. Jede Transaktion ist für jeden sichtbar und wird vermerkt. Es weiß also jeder lückenlos über alles in der Kette Bescheid“, so Kottinger. Diese exakte Rückverfolgbarkeit – „und die Zeitersparnis: keine Zettelwirtschaft, kein Warten“ – sei insbesondere für die Logistik von großem Interesse. „Ich kann genau sehen, wo das von mir produzierte Teil ist, wer was damit tut, wo es hinkommt und wie die Beschaffenheit ist“, beschreibt Kottinger ein Anwendungsbeispiel.

Das sei wichtig, denn bei industriellen Blockchains gehe es im Grunde immer um die Beweisführung, weshalb hier auch vorranging High-Value-Bereiche im Fokus stehen. „Man weiß sofort, wer wo was verursacht hat. Deshalb sind auch Versicherungen daran so interessiert.“

Ob man das eigene Business jetzt per virtueller Kette vernetzen sollte oder nicht, komme immer auf den Anwendungsfall an, ergänzt Industrieobmann Max Oberhumer: „Die Blockchain macht sicherlich nicht sofort überall Sinn, man muss diese Zukunftstechnik aber genau im Auge behalten.“

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