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Vereinigte Arabische Emirate: Wirtschaftsoase mitten in der Wüste

Als Austragungsort der EXPO rücken die Vereinigten Arabischen Emirate 2020 in den Blickpunkt. Wir haben nachgefragt, wo die wirtschaftlichen Chancen liegen.

Dubai
© Marius Gomes, adobestock Dubai ist eines der sieben Emirate, die die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bilden.

Mit nachgewiesenen Ölvorkommen von 98 Milliarden Barrel verfügen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) über fast acht Prozent der Weltreserven – wobei sich 95 Prozent davon allein im Emirat Abu Dhabi befinden. Auch die fünftgrößten Erdgasreserven der Welt liegen in den VAE. Dabei ist das Land mit einer Fläche von etwa 83.600 Quadratkilometern und neun Millionen Einwohnern nur etwa so groß wie Österreich. 

„Die Wirtschaft der VAE hat in den letzten 15 Jahren einen grundlegenden Transformationsprozess durchgemacht“, weiß Richard Bandera vom Außenwirtschaftscenter in Abu Dhabi. „War das Land in der Vergangenheit stark von Erdölexporten und ausländischem Management-Knowhow abhängig, so verfolgt die Politik heute das Ziel einer Diversifizierung, Liberalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft.“ Es gibt mittlerweile zahlreiche Freihandelszonen, in denen Ausländer auch ohne lokalen Mehrheitspartner ein Unternehmen gründen können. „Künftig wird es nicht mehr nur darum gehen, Waren zu liefern, sondern sich als Know-how-Lieferant und Partner bei neuen Industrieansiedlungen einzubringen“, so Bandera. Vielversprechend sei auch das Bestreben der VAE, energieeffizienter zu bauen und erneuerbare Energien einzusetzen.

Turbinen & Kamelmilch

So hat die Grazer Andritz AG bereits einen laufenden Auftrag im Wert von mehr als 100 Millionen Euro über die elektro- und hydromechanische Ausrüstung für ein Pumpspeicherkraftwerk, das 140 Kilometer südöstlich der Stadt Dubai errichtet wird. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2024 geplant. Viele Abnehmer in den VAE findet zudem der bei Magna in Graz produzierte Mercedes G. Und auch die Stainacher Ennstal Milch hat bereits seit 2016 einen Kunden in Dubai. „Wir produzieren unter dem Namen ‚Camelicious‘ verschiedene Varianten von Kamelmilch“, berichtet Elisa Buchgraber-Svatek von Ennstal Milch. So wurden 2019 insgesamt rund 450.000 Dosen Kamelmilch und Eiskaffees aus Kamelmilchpulver hergestellt, das von Farmen in den VAE in die Steiermark geliefert wurde. Aber auch Player wie die voestalpine, Anton Paar, XAL, Saubermacher oder die OMV sind direkt vor Ort aktiv.

Die intensiven Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und den VAE spiegeln sich auch in der Investitionstätigkeit wider: So stiegen die österreichischen Investitionen 2018 um 20,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5,59 Milliarden Euro. Damit liegt das Land in der Liste der wichtigsten Destinationen für Direktinvestitionen aus Österreich an siebter Stelle. Umgekehrt wurden in Österreich Investitionen aus den Emiraten in der Höhe von etwa 10,45 Milliarden getätigt. 

Die Konjunktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten entwickelte sich in den letzen Jahren eher schwach. „Die Jahre des Wirtschaftswachstums zwischen sechs und acht Prozent sind vorbei“, so Bandera. Im Zuge der Weltausstellung 2020 (siehe rechts) rechnet man aber aufgrund steigender Dienstleistungserlöse wieder mit einem Wachstum von etwa drei Prozent. 

Golfregion steht 2020 im Fokus

Die EXPO 2020 findet in Dubai statt – deshalb rückt das ICS die VAE und die umliegenden Golfstaaten verstärkt ins Rampenlicht. „Connecting Minds, Creating the Future“, so lautet das Motto der Weltausstellung EXPO 2020, die vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 in Dubai stattfinden wird. „Eine ideale Gelegenheit, um den Wirtschafts-, Forschungs- und Tourismusstandort Steiermark und seine Unternehmen zu präsentieren“, ist Robert Brugger, Geschäftsführer des Internationalisierungs-Center Steiermark, überzeugt. 

Und aus diesem Grund hat das ICS die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Katar und Saudi Arabien zur Fokusregion 2020 erklärt: Geplant sind zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Länderschwerpunkt. Höhepunkt wird aber der Besuch der EXPO Anfang Dezember sein: Dabei sind Touren zu Länderpavillons entlang bestimmter Themenfelder vorgesehen – etwa Mobilität, Architektur oder Energie – und eine Führung durch den Österreich-Pavillon, wo es Veranstaltungen geben wird. Weitere Destination der Delegationsreise sind der Oman oder auch Abu Dhabi.

Derzeit wird auf dem EXPO-Gelände der architektonisch aufsehenerregende Österreich-Pavillon errichtet, der das sogenannte iLAB beinhaltet – eine kostenlose Präsentationsmöglichkeit für innovative heimische Produkte und Dienstleistungen. Er soll aber auch ein Ort der Inspiration, der Information und der Interaktion sein und für Wokshops, Vorträge und andere Formate genutzt werden.

Viele Veranstaltungen

Auch die AWO hat zwischen März und April 2020 vier Wirtschaftsreisen geplant, unter anderem in die VAE, nach Bahrein und in den Oman. Schwerpunkte sind etwa Infrastrukturinvestitionen, Schienenverkehr und Logistik sowie Wasser und Energie. Im Mai ist ein Webinar zur EXPO und zur Golfregion geplant. Und für Juni und November stehen Wirtschaftsdelegierten-Sprechtage am Programm. Außerdem gibt es im September die Möglichkeit, sich bei einem Workshop interkulturelles Know-how anzueignen.

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