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Valentinstag lässt die Kassen klingeln

Auf den Fasching folgt der Valentinstag – und die Rosenkavaliere haben Hochsaison: Im steirischen Handel rechnet man mit 13 Millionen Euro Umsatz.


Vom Geschäft mit der Liebe profitieren zahlreiche Branchen.
© Powerstock-stock.adobe.com Vom Geschäft mit der Liebe profitieren zahlreiche Branchen.
Hochbetrieb herrscht derzeit nicht nur für Narren, sondern auch für Verliebte: Denn direkt auf den Faschingdienstag folgt heuer der Valentinstag. Und neben der fünften Jahreszeit (s. unten) hat sich der 14. Februar zu einem veritablen Wirtschaftsfaktor gemausert.
Besonders für den Handel ist der Valentinstag ein verlässlicher Umsatzbringer. Ob Blumen, Schmuck oder Schokolade, der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Österreichweit werden in diesem Jahr rund um den Valentinstag zwischen 105 und 110 Millionen Euro umgesetzt. Mit rund 13 Millionen Euro – quer durch alle Branchen – rechnen wir wieder in der Steiermark“, so Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel.
Laut einer aktuellen Erhebung des Handelsverbandes geben Herr und Frau Österreicher im Schnitt nämlich 60 Euro für ihr Herzblatt aus, das sind um fünf Euro mehr als noch im Vorjahr. Die Top-Geschenke werden wie schon in den Vorjahren wieder Blumen sein (59 Prozent), gefolgt von Süßigkeiten (24 Prozent) und nicht-materiellen Geschenken (17 Prozent). „Auffällig ist, dass die Unter-30-Jährigen mit Abstand am meisten für Geschenke ausgeben wollen, im Schnitt 84 Euro“, so Handelsverband-Chef Rainer Will.
Rund 34 Prozent der Österreicher möchten ihre Valentinstagseinkäufe in Geschäften in der Nähe erledigen, 23 Prozent im Shopping-Center und knapp 15 Prozent in den klassischen Einkaufsstraßen. Der Online-Handel kommt bereits auf einen Anteil von 23,5 Prozent. Die Mehrheit will übrigens dem Partner/der Partnerin (43 Prozent) bzw. der Ehefrau/dem Ehemann (32 Prozent) eine „herzige“ Freude machen. Aber auch die Mütter dürfen sich freuen, bereits jeder Fünfte möchte zum Valentinstag die Mama beschenken.

Über blühende Umsätze dürfen sich zum Valentinstag aber in erster Linie die Gärtner und Floristen freuen. Mittlerweile zählt der Tag der Liebenden zu den umsatzstärksten des Jahres. Rund 20 Millionen Schnittblumen und zwölf Millionen Topfblumen werden in Österreich rund um den Valentinstag verschenkt. „Es gibt wohl keine bessere Sprache, Emotionen zu zeigen, als mit jener der Blumen“, sagt Rudolf Hajek, der als Bundesinnungsmeister und Präsident des Blumenbüros die Werbetrommel für „seine“ Branche rührt. Neben den klassischen Rosen werden am Valentinstag auch gerne farbenfrohe Frühlingsboten verschenkt, weiß Hajek. Gefragt sind Tulpen, Narzissen, Anemonen, Freesien und Ranunkeln, Primeln und Hya­zinthen. Was heuer besonders im Trend liegt? „Angetriebene Blütenzweige, etwa in Kombination mit einer Amaryllis“, so Hajek.
Übrigens: 90 Prozent der Pflanzen stammen derzeit aus Europa – für den Branchenvertreter sorgt dieser Trend für Nachhaltigkeit. Diesem Gedanken trägt auch die „Fair trade“-Zertifizierung Rechnung. Das Gütesiegel für soziale und ökologische Standards wird auch von den Kunden immer stärker nachgefragt – kürzlich wurden 25 Jahre „Fairtrade Österreich“ gefeiert.
Gleichzeitig ist der Valentinstag auch der Saisonauftakt für die heimischen Gärtnerbetriebe, zählt doch die Steiermark zu den wichtigsten Blumenproduzenten.  Allein bei Gartenbau Wallner werden rund um Valentin 70.000 Tulpen, 60.000 Gerbera und 60.000 Rosen produziert.

100 Millionen Krapfen werden im Fasching in Österreich verspeist:

Das markante Randerl ist genauso wenig wegzudenken wie die Füllung mit Marillenmarmelade: Die Rede ist von Faschingskrapfen. Sage und schreibe 100 Millionen der süßen Kalorienbombe werden jährlich in Österreich verspeist, wobei bereits ein Stück mit bis zu 400 Kilokalorien zu Buche schlägt. Erich Handl, Innungsmeister der Konditoren, legt auch beim Krapfen Wert auf das Reinheitsgebot: „Der schwere Hefeteig braucht nicht viel, Marillenmarmelade dazu, Zucker drauf.“ Die Produzenten sind allerdings erfinderisch – den Faschingskrapfen gibt es auch schon in zahlreichen Varianten, etwa mit Vanille- bzw. Nougatfüllung. 

Steiermarktorte: Ein „herziger“ Verkaufsschlager: 

Seit Jahren ist sie – nicht nur zum Valentinstag – Liebesbotschaft und Verkaufsschlager gleichermaßen: die Steiermarktorte in ihrer markanten Herzform. Rund 40.000 Stück der Mehlspeise gehen pro Jahr über die Ladentische, rund 30 steirische Produzenten stellen die süße Versuchung mit hochwertigen Zutaten und in Handarbeit her – ein klares Statement für die weiß-grüne Bäcker- und Konditorenkunst. Aufgrund der großen Nachfrage wurde sogar das Sortiment erweitert: Die „herzige“ Torte ist in drei Größen erhältlich. Mehr Infos unter www.steiermarktorte.at.

100.000 Kostüme für Balltiger und Narren: 

Ob Faschingsgschnas, Festumzug oder Ball: Im Fasching haben nicht nur die Narren, sondern auch Handel und Kostümverleih Hochsaison. Insbesondere im Papierfachhandel ist man gerüstet, um sämtliche Kinderwünsche – von den Klassikern wie Pirat, Cowboy oder Prinzessin bis hin zu aktuellen Superhelden – zu erfüllen, erklärt Bundesgremialobmann Andreas Auer: „Der Trend geht immer mehr weg vom Selbermachen, hin zum Erwerb der Lieblingsverkleidung. Hier punktet der Handel mit großer Angebotsvielfalt.“
Aber die Lust am Verkleiden macht auch vor den Großen nicht halt: Wenn festliche (Motto-)Bälle locken, führt kein Weg am Grazer Kostümverleih bzw. Kostümfundus vorbei. Feierliche Robe oder feinster Frack? Nirgends sonst ist die Auswahl im Steirerland derart groß wie hier. „Das art + event Theaterservice Graz verfügt über einen Kostümfundus mit rund 100.000 Kostümen und -teilen, der auch Privatpersonen offen steht“, erzählt Bettina Dreissger. Sie behält als Leiterin dieser prächtigen Sammlung stets den Überblick und weiß, dass hier wirkliche „Schätzchen“ auf ihren erneuten großen Auftritt warten: „Der Großteil der Kostüme wurde einst für Opern- oder Theaterproduktionen nach Maß angefertigt.“

Von Karin Sattler

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