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Sommer, Sonne, Strand und Coronaregeln

Was erwartet Sonnenhungrige heuer in den beliebtesten Urlaubsländern Europas? Wir haben bei den Wirtschaftsdelegierten vor Ort nachgefragt. 

Menschenleerer Strand mit Sonnenschirmen
© Valery Bareta, Adobestock Auch der Strandurlaub wird durch das Coronavirus anders sein als bisher.

Rechtzeitig vor Urlaubsbeginn haben Kroatien, Italien und Co. ihre Grenzen und Strände für Urlauber wieder geöffnet. Dennoch wird der Sommerurlaub 2020 angesichts des Coronavirus und der Gefahr einer wiederholten Zunahme von  Infektionen etwas anders aussehen als gewohnt. Denn es gilt einiges zu beachten. Auf eine Atemschutzmaske im Gepäck sollte man jedenfalls nicht verzichten.

Italien: Positive Entwicklung

In Italien sei der Epidemieverlauf in den letzten Wochen erfreulicherweise positiv, so Gudrun Hager, Wirtschaftsdelegierte in Mailand. Für das ganze Land gilt Sicherheitsstufe 4 – mit Ausnahme der Lombardei, für die nach wie vor eine Reisewarnung gilt. Seit 3. Juni können Österreicher problemlos nach Italien reisen. „Man erwartet heuer deutlich weniger Touristen als sonst, sowohl aus dem In- als auch Ausland“, so Hager. Touristenströme aus den USA oder Russland werden gänzlich ausbleiben. Es gelten regional unterschiedliche Maßnahmen, grundsätzlich die Ein-Meter-Abstandsregel, sonst Mund-Nasenschutz. Restaurants und Bars haben geöffnet, in manchen Regionen sogar Diskotheken. Neben Sicherheitsvorschriften für Hotels und Strände sowie Kontrollen durch die Polizei wird an die Eigenverantwortung appelliert.

Keine Hürden für Österreicher in Kroatien

Kroatien: Die Fallzahlen steigen aktuell in Zagreb und Slawonien, nicht an der Küste. „Aktuell gibt es keine Hürden für Urlauber aus Österreich, weder bei der Ein- noch bei der Rückreise“, berichtet Sonja Holocher-Ertl, Wirtschaftsdelegierte in Zagreb. Slowenien habe Kroatien zwar von der „grünen Liste“ gestrichen. Für durchreisende österreichische Touristen hat dies aber keine Auswirkungen. Trotz geringerer Touristenzahlen ist mit längeren Grenzwartezeiten zur rechnen, zumal alle Einreisenden registriert werden. Es ist empfehlenswert, dies schon im Voraus zu tun (https://entercroatia.mup.hr). Aktuell gibt es eine landesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Istrien auch in Geschäften.

Türkei: PCR-Test oder Quarantäne bei Rückreise

Die Türkei hat die Grenzen für alle Ausländer geöffnet. Bei der Einreise wird auf Symptome geachtet und fiebergemessen, im Verdachtsfall wird kostenlos getestet. „Um Gästen Sicherheit zu geben, wurde ein Zertifizierungssystem für Tourismusbetriebe eingeführt. Bei der Buchung sollte man unbedingt darauf achten“, empfiehlt Georg Karabaczek, Wirtschaftsdelegierter in Istanbul. Da Österreich die Türkei mit der Reisewarnstufe 6 bewertet, könnte es zu versicherungstechnischen Problemen kommen. An Flughäfen werden daher Krankenversicherungen für die Zeit des Aufenthalts angeboten. Zudem gibt es Hürden bei der Rückreise: Es gilt einen PCR-Test, der nicht älter ist als vier Tage, vorzulegen oder sich für 14 Tage in Selbstquarantäne zu begeben. 

Coronatests und Quarantänehotels in Griechenland

Griechenland: Vor Reiseantritt muss ein Online-Formular (https://travel.gov.gr/#/) ausgefüllt werden. Der Reisende erhält dann einen QR-Code auf sein Handy. Bei der Ankunft werden stichprobenartig Reisende ausgewählt, die getestet werden. „Aufgrund des ähnlichen epidemiologischen Profils Österreichs und Griechenlands ist die Wahrscheinlichkeit für Österreicher aber minimal“, so  Gerd Dückelmann-Dublany, Wirtschaftsdelegierter in Athen. Infektionsfälle und deren enge  Kontakte werden für 14 Tage in Quarantäne gestellt. Hierfür wurden 75 „Quarantänehotels“ in allen Regionen des Landes bestimmt. Die Kosten trägt der Staat. Dies ist Teil eines umfangreichen Strategieplans der griechischen Regierung, um das Land im Hinblick auf die Tourismussaison sicher zu halten. So wurde unter anderem auch das Gesundheitspersonal aufgestockt. Die Touristen erwarten größere Abstände zwischen Restaurant-tischen und Strandliegen und zertifizierte Sicherheitsmaßnahmen in Hotels. Bei der Rückreise gibt es keinerlei Hürden.

Slowenien ist schon gut gebucht

Slowenien: Für Österreicher gibt es keinerlei Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise. „Allerdings kann es, wie jedes Jahr, zu langen Wartezeiten an den Grenzübergängen kommen“, weiß Peter Hasslacher, Wirtschaftsdelegierter in Laibach. Slowenien habe den Coronavirus-Ausbruch überdurchschnittlich gut bewältigt und als erster EU-Staat Ende Mai das Ende der Krise ausgerufen. Auf wieder leicht steigende Zahlen der Infektionen habe das Land unverzüglich reagiert. So wurde erneut die Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen verordnet und die maximale Personenzahl bei Veranstaltungen wieder verringert. Normalerweise kommen etwa 75 Prozent der Touristen aus dem Ausland. „Die Tourismusorte sind aber alles andere als leergefegt, denn ein Gutschein-Programm der Regierung hat dafür gesorgt, dass manche Regionen mit Slowenen gut ausgebucht sind“, so Hasslacher. Innen- und Außenbereiche der Gastrobetriebe sind geöffnet, Diskos und Nachtclubs sind geschlossen. 

Strikte Hygienebestimmungen in Spanien

Spanien hat die Pandemie derzeit gut unter Kontrolle. Das Touristenaufkommen dürfte heuer dennoch deutlich unter den Zahlen der Vorjahre liegen, „weil die Menschen sehr vorsichtig sind“, so Ernst Kopp, Wirtschaftsdelegierter in Madrid. Zudem würden wichtige Herkunftsmärkte, wie die USA und Lateinamerika, noch  mitten in der Epidemie stecken. In Spanien gelten strikte Hygienebestimmungen – Mundschutz, Desinfektionsgebot, Vermeidung von direktem körperlichem Kontakt, Abstandsregeln – und diese werden auch kontrolliert. Verordnungen gibt es auch für Lokale, allerdings gibt es keine Beschränkung der Öffnungszeiten. 

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