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Unterschriften sind Daumenschrauben

Die Schäden sind enorm, die aufgrund von leichtfertig abgeschlossenen Verträgen entstehen. Die Expertin im WKO-Rechtsservice mahnt zur Vorsicht.

Unterschrift
© WavebrakeMediaMicro, stockadobe Eine Unterschrift besiegelt immer einen Vertrag. Vorsicht und Prüfung ist das Gebot der Stunde.

„Die Unterschrift unter einen Vertrag muss aufgrund der weitreichenden Folgen wohlüberlegt sein“, weiß Cornelia Schöllauf, Expertin im WKO-Rechtsservice, aus Erfahrung: „Die handelnden Personen müssen sich über die wesentlichen Vertragsbestandteile einigen und sind vor allem zur Einhaltung der getroffenen Vereinbarung verpflichtet.“ Grundsätzlich kann  – so Schöllauf – ein Vertragspartner daher nicht ohne Weiteres und ohne Einwilligung des anderen Vertragspartners aus einem laufenden Vertrag aussteigen. Daher rät die Expertin dringend dazu, „Verträge genauestens durchzulesen, bevor sie unterschrieben werden, damit sie nicht zu einer Kostenfalle werden, aus der man nicht mehr so ganz leicht herauskommt“. 

Zeitdruck vermeiden

Häufig vereinbaren rhetorisch bestens geschulte Personen in den Geschäftsräumen des Unternehmers einen Termin und nützen einen gewissen Zeitdruck beim Ansprechpartner aus, damit diese sogar Verträge unterschreiben, unter die sie unter normalen Umständen niemals ihre Unterschrift setzen würden. Nicht selten werden auch mündliche Zusagen gemacht, die sich dann im Vertrag nicht wiederfinden. Häufig wird eine übereilte Unterschrift mit dem Hinweis „Sie müssen sich sofort entscheiden, sonst wird das Angebot teurer“  herausgelockt. 

Schöllauf: „Ein Unternehmer sollte sich von solchen Ansagen niemals unter Druck setzen lassen und darauf bestehen, das Angebot eine Nacht zu überschlafen und dieses erst dann dem potenziellen Vertragspartner zurückzusenden. Sollte dieser jedoch kein Verständnis haben und den Unternehmer auf Unterzeichnung des Vertrages drängen, dann ist größte Vorsicht geboten und man sollte von dem Geschäft Abstand nehmen. 

Falsche Angaben

Die Expertin weist auch darauf hin, dass im Verkaufsgespräch oft der Eindruck erweckt werde, man arbeite im Auftrag oder in engerer Zusammenarbeit mit der jeweiligen Gemeinde: „In diesem Fall kann ich nur empfehlen, mit den genannten Ansprechpartnern Kontakt aufzunehmen und diese Angaben unbedingt zu überprüfen.“ Wurde ein Vertrag dennoch unterschrieben und kommt man erst später darauf, dass mündliche Vereinbarungen sich in diesem Vertrag nicht wiederfinden, dann ist leider ein einseitiges Aussteigen kaum möglich, da meistens nicht bewiesen werden kann, dass zwischen mündlich Versprochenem und schriftlich Vereinbartem eine Differenz besteht. Gerichte vertreten dann auch oftmals die Meinung, dass Unternehmer den Vertrag vor dessen Unterzeichnung sorgfältiger hätten durchlesen müssen. Schöllauf: „Dieser Meinung kann man sich nur anschließen. Bitte daher nichts unterschreiben, was im Vorfeld nicht auf Herz und Nieren überprüft wurde.“ 

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