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Unsere Steirer räumen sechs Medaillen ab

Patrick Reitbauer wurde bei der Berufs-EM in Budapest,den EuroSkills, zum neuen Maler-Europameister gekürt. Damit krönte er eine weiß-grüne Topbilanz: Sechs von 21 österreichischen Medaillen gehen ins Steirerland

Unsere Medaillengewinner: Marc Berndorfer, Monika Pöllabauer, Maria Jöbstl, Patrick Reitbauer, David Andrawes, Markus Pelzl und Michaela Duzic (v.l.)
© Jorj Konstantinov Unsere Medaillengewinner: Marc Berndorfer, Monika Pöllabauer, Maria Jöbstl, Patrick Reitbauer, David Andrawes, Markus Pelzl und Michaela Duzic (v.l.)

So leicht bringt ihn nichts aus der Ruhe. Routiniert, konzentriert und unaufgeregt erledigt Patrick Reitbauer aus Birkfeld seine Aufgaben. Kein Wunder, liegen doch mehrere hundert Stunden Training hinter ihm, Freizeit war für den 22-Jährigen in den vergangenen Monaten Mangelware. So wie auch bei seinem Trainer Michael Tobisch, der Reitbauer auf die Berufseuropameisterschaften in Budapest vorbereitet hat. Ein Wettbewerb der Superlative, an dem rund 500 Jungfacharbeiter aus 28 Nationen teilnahmen. Sie haben ihre Fähigkeiten in 40 Berufen gemessen, sage und schreibe 60.000 Quadratmeter Wettkampffläche standen dafür zur Verfügung.

EM der Superlative

Reitbauer war als einer von 43 Österreichern am Start. Einer von elf Steirern, für die diese EM einmal mehr zum Megaerfolg werden sollte. Doch zurück zum Finale: Da herrschte Anspannung pur – bei Mama Klaudia und Vater Manfred, die ihren Sohn gemeinsam mit Patricks Chef Matthias Friesenbichler begleitet haben. Anspannung, die sich bei der Siegerehrung dann in frenetischer Jubelstimmung auflöst. Denn Reitbauer gewinnt unter dem tobenden Applaus von tausenden Zusehern Gold bei den Malern, die damit ihren unglaublichen Erfolgslauf bei den Welt- und Europameisterschaften der vergangenen Jahre fortsetzen können. „Ein Wahnsinn, ich kann’s gar nicht fassen“, jubelt Reitbauer gemeinsam mit seinem Erfolgstrainer Tobisch – und mit ihm die gesamte weiß-grüne Delegation, angeführt von WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk.
Sie sollten an diesem Abend noch mehrmals Grund zum Jubeln haben. Dank den HTL-Bulme-Absolventen Markus Pelzl und David Andrawes (Mobile Robotics), der Speditionslogistikerin Michaela Duzic (Kühne + Nagel Ges.m.b.H./Werndorf), dem Maurer Marc Berndorfer (Karl Puchleitner Baugesellschaft m.b.H/Feldbach) und der Restaurantfachfrau Monika Pöllabauer (Landgasthof Willingshofer/Gasen) konnte die Steiermark nämlich gleich vier Mal Silber mit nach Hause nehmen. Für Letztere war es die bereits zweite Medaille bei Großveranstaltungen.

Schließlich hat Pöllabauer bei den WorldSkills in Abu Dhabi bereits Bronze gewonnen, doch dieses Edelmetall hat für sie einen ganz besonderen Stellenwert: „Ich habe so lange darauf hingearbeitet, so viel trainiert. Dass das jetzt mit Silber geklappt hat, ist einfach nur unglaublich“, so Pöllabauer, die wie das gesamte Team von hunderten mitgereisten rot-weiß-roten Fans frenetisch gefeiert wurde. Darunter auch der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, die beiden Landesrätinnen Barbara Eibinger-Miedl und Ursula Lackner, die sich den Wettkampf genauso wenig entgehen lassen wollten wie WKÖ-Präsident Harald Mahrer, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer, WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und Vizepräsident Andreas Herz.
Breit war auch das Grinsen von Maria Jöbstl. Die Absolventin der Modeschule Graz komplettierte den weiß-grünen Medaillenregen nämlich mit einer Bronzemedaille. „Ein Wahnsinnsergebnis, zu dem ich unseren Nachwuchsfachkräften nur gratulieren kann“, zog WKO Steiermark Präsident Josef Herk schlussendlich Bilanz.

Denn die sechs Medaillen wurden auch noch von einer Reihe an „Medallions for Excellence“ abgerundet, also Auszeichnungen für hervorragende Leistungen, die knapp nicht für eine Medaille gereicht haben. Diese gingen an die Grazerin Melanie Krenn (Floristik Obendrauf „Floral Total“), den Schladminger Lukas Hofer (Aktiv Trockenbau GmbH) und den Kapfenberger Mark Krause (Franz Sajowitz KG). Unterm Strich schaffte Österreich 21 Medaillen – und belegt damit hinter Russland Platz zwei im Medaillenranking. Den Platz an der Spitze will man sich dann aber bei der nächsten EM zurückholen. Die findet 2020 nämlich in Graz statt.

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