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Ungleichbehandlung von Waschanlagenbetreibern muss enden

Tankstellen-Obmann Harald Pfleger: „Es ist nicht einzusehen, dass Waschanlagen, die nicht an Tankstellen angeschlossen sind, ihren Betrieb geschlossen halten sollen, und andere nicht."

Auto in Waschanlage
© PixPartout – stock.adobe.com Fairness wird gefordert – denn Waschanlagen bei Tankstellen durften jetzt öffnen, die anderen nicht.

Zur Eindämmung von Covid-19 werden österreichweit Reinigungsmaßnahmen propagiert: Persönliche Hygiene beim Händewaschen, Schutz durch Masken sowie Zurückhaltung bei der Berührung anderer Personen und Gegenstände. Ein Bereich, der aber noch wenig in der allgemeinen Wahrnehmung angekommen ist, ist die Reinigung der Fahrzeuge. Nach wie vor müssen eine große Anzahl von Waschanlagenbetreiber ihren Betrieb geschlossen zu halten. Hierbei handelt es sich um alle Betreiber, deren Waschanlagen nicht an eine Tankstelle angeschlossen sind.

„Wir haben als Fachgruppe schon mehrmals massiv gefordert, allen Waschanlagenbetreibern die Öffnung ihrer Betriebe zu erlauben. Dies ist sowohl im Sinne einer professionellen und umweltgerechten Reinigungstätigkeit wichtig als auch zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrung“, betont Harald Pfleger, Obmann der Fachgruppe Garagen-, Tankstellen und Serviceunternehmungen in der Wirtschaftskammer Steiermark. Denn gerade jetzt werden Waschanlagen dringend benötigt. Viele Verkehrsträger wie Taxi, Rettungsfahrzeuge, Einsatzfahrzeuge, aber auch Privatpersonen müssen ihre Fahrzeuge nach Transport von Erkrankten oder potentiell Infizierten besonders gründlich reinigen, um einer Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Der Außenreinigung (Türgriffe, Karosserieteile,… ) kommt dabei besondere Bedeutung zu, da eine professionelle Reinigung durch Waschanlagen mit über 50 Grad C heißem Wasser erfolgt. Und die Nachfrage ist vorhanden: Viele Kunden suchen händeringend eine Möglichkeit ihr Auto zu reinigen – vor allem weil die Autowäsche zu Hause am eigenen Grundstück verboten ist.


Ungleichbehandlung innerhalb der Branche

Was bei Waschanlagenbetreiber zu Unverständnis führt, ist die große Ungleichbehandlung innerhalb der Branche.

„Es ist nicht einzusehen, dass Waschanlagen, die nicht an Tankstellen angeschlossen sind, ihren Betrieb geschlossen halten sollen, und andere nicht.“   
Fachgruppenobmann Harald Pfleger 

Dass an Tankstellen angeschlossene Waschanlagen geöffnet haben dürfen, andere aber nicht, sei weder nachvollziehbar noch sachlich gerechtfertigt. Schließlich kommt es durch die Öffnung aller Waschanlagen zu weniger Menschenansammlungen an einzelnen Standorten. Zudem verfügen viele neu errichtete Mehrplatz-Anlagen über Trennwände, sodass der Kontakt der Kunden untereinander vermieden werden kann. Aus diesem Grund fordert die Fachgruppe wie auch der bundesweite Fachverband eine Gleichbehandlung aller Waschanlagen – natürlich unter Einhaltung der geltenden Spielregeln wie Abstand halten, Masken tragen und Kontakte reduzieren.

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