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Umsatzeinbruch und Mitarbeiterabbau

Die Metalltechnische Industrie erwartet für 2020 dramatische Umsatzeinbrüche. Ein Drittel der Betriebe rechnet mit Jobabbau.

Mitarbeiterin vor einer Maschine in Fertigungshalle
© dieindustrie - Kniepeiss In der Branche werden Rückgänge für das heurige Jahr um bis zu 25 Prozent befürchtet.

Eine aktuelle Blitzumfrage des Fachverbands der Metalltechnischen Industrie zeichnet für das Jahr 2020 ein durchaus düsteres Bild: So gaben die befragten Mitgliedsbetriebe an, für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang von 30 Prozent und für das zweite Halbjahr insgesamt immer noch ein Minus von 25 Prozent zu erwarten.

"Die Covid-19-Krise verursacht eine Vollbremsung unserer Branche. Auch wenn Maßnahmen wie die Corona-Kurzarbeit jetzt unmittelbar helfen, die Beschäftigung zu halten, so müssen wir für das Gesamtjahr mit großen Problemen für die Betriebe und in Folge auch für die Arbeitsplätze rechnen“, fasst Fachverbandsobmann Christian Knill die Lage zusammen.

Und diese ist nicht erst seit heuer angespannt, bereits im Vorjahr habe die globale Konjunktur-Eintrübung ihre Spuren hinterlassen, so Knill: „Und dann kam Covid-19.“
Zwar hätten viele Betriebe auch während des Shutdowns produziert, dabei wären aber vor allem bestehende Aufträge abgearbeitet worden. Knill: „Der massive Einbruch bei den Auftragseingängen wird in den nächsten Wochen und Monaten deutlich zu spüren sein.“

Corona-Kurzarbeit und Jobabbau


Denn auch wenn sich hierzulande die Lage wieder beruhige, so seien doch die wichtigen Exportmärkte besonders von Corona betroffen – etwa die USA, Frankreich oder Italien. Knill: „Hier herrscht nach wie vor große Unsicherheit. Das ist Gift für die Nachfrage nach unseren Produkten.“ Und das werde sich auch auf die Beschäftigung auswirken. Insgesamt 48 Prozent aller Mitarbeiter der Metalltechnischen Industrie sind in Corona-Kurzarbeit – und fast 35 Prozent der befragten Betriebe rechnen mit einem Beschäftigungsabbau in den nächsten drei Monaten.
Umso mehr müssten die Unternehmen jetzt gestärkt werden – „etwa durch Anreize für Investitionen, Erleichterungen beim Aufbau von Eigenkapital und Steuersenkungen“, fordert die Branchenvertretung, denn nur gesunde Betriebe könnten Arbeitsplätze sichern.

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