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So gehen steirische Unternehmen mit Corona um

Kurzarbeit, Präventionsmaßnahmen oder Erkrankungen im Unternehmen: Eine Umfrage gewährt Einblick, wie Firmen die Corona-Herausforderungen meistern. 

Corona-Handschlag mit Ellenbogen
© adobestock,kzenon Das Coronavirus hat in den steirischen Unternehmen so manche Veränderung gebracht.

Das Coronavirus beherrscht das Wirtschaftsleben. Wie in steirischen Unternehmen mit der schwierigen Situation umgegangen wird und was ihnen dabei Schwierigkeiten bereitet, das zeigt eine aktuelle Umfrage des IWS (Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO Steiermark): Nach ihren größten Sorgen gefragt, nannten 65 Prozent der Betriebe Betriebsschließungen, gefolgt von der Angst vor Covid-19-Fällen im Unternehmen (59%) und dadurch entstehende Folgekosten (55%). 54 Prozent der Umfrageteilnehmer sorgen sich um gesundheitliche Folgen für Mitarbeiter, 50 Prozent fürchten Quarantänemaßnahmen und 44 Prozent haben existenzielle Ängste. Außerdem sind zwei Drittel der Unternehmen der Ansicht, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf die Psyche der Mitarbeiter ausgewirkt hat. In diesem Zusammenhang wurde von 68 Prozent die Angst vor Arbeitsplatzverlust genannt und von 64 Prozent die Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus. Für 53 Prozent wird die Kinderbetreuung bei gleichzeitiger Erwerbstätigkeit zur Belastung. 

Vermeiden eines weiteren, kompletten Lockdowns 

"All das zeigt einmal mehr, dass es jetzt rasche und unbürokratische Hilfe für Betriebe braucht“, ist WKO Steiermark Präsident Josef Herk überzeugt. Ein neuerlicher kompletter Lockdown müsse im Sinne der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter unter allen Umständen vermieden werden. „Ich erwarte mir von der Regierung klare und vor allem umsetzbare Regelungen, die das gesundheitliche Wohl und wirtschaftliche Vernunft in Einklang bringen“, so Herk. "Es braucht wieder mehr Planbarkeit und eine nachvollziehbare Strategie, wie man in Zeiten einer Pandemie das wirtschaftliche Leben langfristig absichern will."

Präventionsmaßnahmen, Erkrankungen und Tests

Bei den Präventionsmaßnahmen sehen die Firmen das Einhalten von Abstandsregeln als wichtigste Maßnahme (93 %), gefolgt von der Bereitstellung von Desinfektionsmittelspendern (85 %) und der Maskenpflicht (71 %). In etwa jedem sechsten Betrieb gab es bereits einen oder mehrere Covid-19-Fälle, im Durchschnitt waren drei Personen betroffen. Schnellere Testverfahren und eine finanzielle Förderung für freiwillige Tests im Sinne von Präventionsmaßnahmen stehen daher ganz oben auf ihrer Wunschliste. 

Die Umfrage macht auch deutlich, dass es kaum ein steirisches Unternehmen gibt, das nicht in irgendeiner Form vom Corona-Virus betroffen ist. Sei es durch Kurzarbeit (62 %), teilweise Betriebsschließungen (39 %) oder auch durch die Notwendigkeit Personal abzubauen (19%).

Wenn es um Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus geht, so fühlten sich 71% der Befragten von der Wirtschaftskammer gut beraten. Das Fernsehen hingegen wurde nur von 47 Prozent als besonders gute Informationsquelle angegeben, die Printmedien von 26 Prozent.

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