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Ausmustern? Nein, Umbau auf Elektro!

Re-Use geht auch tonnenschwer: Die Herbert Temmel GmbH hat eine zehn Jahre alte Sattelzugmaschine mit mehr als 850.000 Kilometern am „Buckel“ nicht ausrangiert, sondern auf Elektroantrieb umgerüstet. Dafür gab es jetzt den „EL-MO“-Award 2022.

Der umgebaute Lkw am Gelände der Herbert Tempel GmbH.
© Werbelechner Der 405 PS starke E-Lkw schafft eine Reichweite von rund 80 Kilometern und knapp 90 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Ressourcenschonung mit einem starken Fokus auf die Zukunft: Das ist das Motto des Gleisdorfer Speditionsunternehmens Herbert Temmel GmbH. Deshalb hat man vor knapp zwei Jahren ein Pionierprojekt in der Branche gestartet, um – für europäische Verhältnisse – auszurangierende Diesel-Zugmaschinen eben nicht dem Verkauf Richtung Osten oder dem Verwerten auf dem Schrottplatz zuzuführen, sondern diese fit für den weiteren Einsatz zu machen. Und das state of the art, nämlich in „Grün“.

"Regionaler Shuttleverkehr"

„Wir haben also einen knapp zehn Jahre alten Diesel-Sattelschlepper mit mehr als 850.000 Kilometern Laufleistung auf 100 Prozent Elektroantrieb umgerüstet. Dafür wurden alle Komponenten ersetzt: Motor, Getriebe, Abgasregelungen und auch Tank wurden vollständig entfernt und durch einen Elektromotor samt neuem Retarder und einem Akku, der an Stelle der Tanks eingesetzt wurde, ersetzt“, berichtet Geschäftsführer Martin Treffer.

„Alleine durch die Verwendung eines vorhandenen Lkw-Chassis wurden rund 40 Tonnen CO2 eingespart.“
Martin Treffer, Geschäftsführer

Und auch im Betrieb ist der „grüne Alte“ auf umweltfreundlichen Rädern unterwegs, denn statt gewöhnlich rund 60 Litern Diesel, die ein Lkw im Shuttleverkehr verbraucht, spart der „Retrofitting“-Lkw pro Tag 160 Kilogramm CO2 auf 100 Kilometern ein, erklärt Treffer, „die Nutzlast spielt trotz Elektrifizierung keine Rolle“.

"Investition in die Zukunft"

Aufgrund der Batterieleistung ist diese Lkw-Innovation auf regionalen Kurzstrecken im Einsatz. Doch das mit reichlich Power, wie Treffer erzählt: „Der Akku ist mit 120 kWh nur geringfügig größer, als jene, die in modernen E-Autos verbaut sind. Dennoch schafft der 405 PS starke E-Lkw eine Reichweite von rund 80 Kilometern und knapp 90 km/h Höchstgeschwindigkeit.“ 

Eine im wahrsten Sinne des Wortes starke Leistung, die vor wenigen Tagen auch mit dem EL-MO-Award in Wien ausgezeichnet wurde. „Das bestärkt uns natürlich, unseren Weg weiterzugehen. Natürlich sind die Kosten für das Umrüsten um ein Vielfaches höher, als eine neue Diesel-Zugmaschine zu kaufen. Aber das sind Investitionen in die Zukunft“, erklärt Treffer. Seit gut einem Jahr rollt der erste E-Lkw auf den Straßen, ein weiterer ist befindet sich in Fertigstellung und ein dritter ist heuer noch geplant.


Tipp!

Alle Infos zum Unternehmen auf https://www.temmel.co.at


Quergefragt:

Wie lange hat es gebraucht, bis der erste Lkw fertig war?

Das Projekt startete vor zwei Jahren. Gemeinsam mit unserem Partner pepper motion haben wir dieses neue System entwickelt.

Kann man jeden Lkw damit auf „Grün“ umrüsten?

Nein. Alle Teile mussten von uns komplett neu entwickelt werden und sind für Mercedes-Benz-Actros-Modelle konzipiert  .

Sind Langstrecken damit auch möglich?

Batteriebetrieb macht aktuell nur auf regionalen Kurzstrecken Sinn.



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