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Trostpflaster für kranke Mitarbeiter

Kranke Mitarbeiter fehlen nicht nur am Arbeitsplatz, ihr Fehlen kostet auch Geld. Die AUVA leistet Zuschüsse. In welcher Höhe, das weiß die Expertin.

Frau mit Taschentuch
© Rawpixel Ltd.-Fotolia Einen Zuschuss zur Entgeltfortzahlung gibt es für alle Mitarbeiter, die bei der AUVA unfallversichert sind.

Im Falle der Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern leistet die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) dem Arbeitgeber einen Zuschuss zur Entgeltfortzahlung. Karin Hörmann, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Anspruch darauf besteht für alle Arbeiter, Angestellten und Lehrlinge, die bei der AUVA unfallversichert sind. Auch für teilzeitbeschäftigte und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter.“ 

Der Zuschuss beträgt für Unternehmen, die in der Regel weniger als 51 Arbeitnehmer beschäftigen, 50 Prozent des tatsächlich fortgezahlten Entgelts zuzüglich eines Zuschlages für die Sonderzahlungen in Höhe von 8,34 Prozent. Diese Voraussetzung ist auch dann erfüllt, wenn maximal 53 Arbeitnehmer beschäftigt werden und die Zahl 50 nur deshalb überschritten wird, weil Lehrlinge oder begünstigte Behinderte im Unternehmen beschäftigt werden. 

Folgende Personen berücksichtigt die AUVA (www.AUVA.at)bei der Zahl der durchschnittlich beschäftigten Dienstnehmer nicht: freie Dienstnehmer, Heimarbeiter, („echte“) Ferialpraktikanten, Präsenzdiener, Zivildiener, Dienstnehmer im Mutterschutz, karenzierte Dienstnehmer. Es sind zwei Formen der Unterstützung zu unterscheiden:

Zuschuss bei Freizeit- oder Arbeitsunfällen 

Der Zuschuss zur Entgeltfortzahlung gebührt bei Arbeitsunfähigkeit, die länger als drei zusammenhängende Tage dauert und aufgrund eines Freizeit- oder Arbeitsunfalls oder bei Unfällen in der Funktion als  freiwilliger Helfer einer Blaulichtorganisation (etwa Freiwillige Feuerwehren, Österreichisches Rotes Kreuz) während der Ausbildung, Übung oder im Einsatzfall oder bei Unfällen als Zivil-, Präsenz- oder Ausbildungsdiener während eines Einsatzes im Rahmen des Katastrophenschutzes und der Katastrophenhilfe  eingetreten ist. Der Zuschuss wird ab dem ersten Tag der Entgeltfortzahlung für die Dauer von maximal 42 Kalendertagen pro Arbeitsjahr (Kalenderjahr) gewährt. 

Zuschuss im Falle einer Erkrankung

Der Zuschuss gebührt auch für Krankenstandstage eines länger als zehn zusammenhängende Tage dauernden Krankenstandes. Er wird ab dem elften Tag der Entgeltfortzahlung für die Dauer von maximal 42 Kalendertagen pro Arbeitsjahr (Kalenderjahr) gewährt. Die Antragstellung hat in beiden Fällen innerhalb von drei Jahren nach Beginn des Entgeltfortzahlungsanspruches am besten  elektronisch zu erfolgen. 

Hörmann: „Die Höhe des Zuschusses ist mit dem 1,5-Fachen der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage begrenzt.“

Neu ab 1. Juli  

Der Zuschuss für Krankheit und Unfälle, die nach dem 30.Juni passieren, beträgt dann für max. 42 Kalendertage pro Arbeitsjahr/Kalenderjahr 75 Prozent des tatsächlich fortgezahlten Entgelts plus Zuschlag für die Sonderzahlungen von 8,34 Prozent, sofern Firmen nicht mehr als zehn MA im Schnitt haben. 


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