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Das Thema "Heta" ist abgeschlossen

Lange hat die Heta-Krise den Hypo-Sektor gelähmt. Wir haben mit Hypo-General Martin Gölles über diese Aufarbeitung und die aktuelle Bilanz gesprochen. 

Martin Gölles ist Generaldirektor der Hypo Steiermark.
© Foto Fischer Martin Gölles ist Generaldirektor der Hypo Steiermark.

Sie leiten ja seit zehn Jahren die Hypo Steiermark, wie hat sich die Bank seitdem verändert? 

Martin Gölles: Stimmt! Ich bin seit 1. März 2007 bei der Hypo Steiermark, eigentlich bin ich ja ein Creditanstalt-Urgestein. Wir hatten damals die anspruchsvolle Aufgabe, die Hypo Steiermark durch die Finanzkrise zu führen. Die Bank hat sich seitdem stark verändert. Die Hypo Steiermark hatte damals mit ihrem Kroatien-Geschäft ihre Sorgen und ist mittlerweile zu einer Bank mutiert, die eine klassisch gut aufgestellte Vertriebsbank ist. In den Kerngeschäftsfeldern sowohl im gehobenen Privatkundengeschäft, aber auch bei den Immobilien sind wir zu einer starken Bank geworden. Mit der aktuellen Bilanz zeigen wir, dass wir in diesen Kernfeldern operativ gut aufgestellt sind. 

Wieso hat man das Geschäft konzentrieren müssen?

Gölles: Ich glaube, es ist ein Zeichen der Zeit. Es geht darum, das, was man tut, gut zu tun. Die Hypo Steiermark kann nicht alles abdecken. So können wir nun dem Kunden die Kompetenz zeigen, die er erwartet.

War die Neuorientierung auch eine Konsequenz aus der Finanzkrise und den Ereignissen in Kärnten? 

Gölles: Aus der Finanzkrise schon, mit Kärnten hatte das nichts zu tun. Durch die Regularien sind die Spielregeln so umfangreich geworden, dass wir uns auf die Bereiche konzentrieren mussten, wo es sich für uns lohnt. Die Heta war ein Thema, das den Hypo-Sektor eigentlich unerwartet getroffen hat. Die Hypothekenbanken mussten gemeinsam mit den Ländern 1,2 Milliarden Euro schultern.

Wie viel ist davon auf die Steiermark gefallen? 

Gölles: In Summe mussten wir mit dem Land Steiermark rund 77,5 Millionen Euro stemmen. Im Land Steiermark haben wir aber einen guten Partner gehabt, der zu seinen Verpflichtungen gestanden ist. Die Bank selbst musste rund acht Millionen Euro verkraften. Wir haben das gut gemeistert und mit der Bilanz 2016 konnten wir die Rückstellungen wieder auflösen. 

Mit der Heta-Krise kam aber ein Imageverlust... 

Gölles: Das war sicher eine schwierige Zeit. Durch eine sehr aktive Aufklärung ist es uns gelungen, den Kunden zu erklären, dass wir nicht für Kärnten verantwortlich sind. Die Suche nach neuen Kunden war aber wesentlich schwieriger. Vor der Heta-Krise war es durchaus üblich, dass Neukunden einfach in die Bank gekommen sind. Das war auf einmal vorbei, wir mussten hart rudern, um zu neuen Kunden zu kommen. Mittlerweile ist es uns aber gelungen, durch die Aufarbeitung des Themas dieses Kapital abzuschließen. Da hilft natürlich, dass wir als beste Beraterbank ausgezeichnet wurden. 

Kommen wir zur eben präsentierten Bilanz. Wie zufrieden sind Sie? 

Gölles: Mit einer Bank, die ein EGT von 39 Millionen Euro ausweist und einen Jahresüberschuss von 29 Millionen hat, muss man zufrieden sein. Ich bin aber auch deswegen zufrieden, weil wir in den Kerngeschäftsfeldern eine positive Entwicklung hingelegt haben. Wir haben die Hausübungen gemacht, sofern es die Regularien zulassen.

Viele sagen, dass die Regularien überbordend sind, trotzdem feiern manche Banken zur Zeit beachtliche Erfolge. Warum? 

Gölles: Die vielen Regularien bringen natürlich auch eine gewisse Stabilität im Finanzsektor. So gesehen darf man sie nicht nur verfluchen. Es ist aber für ein Institut unserer Größenordnung schon eine Herausforderung, die ganzen Erfordernisse erfüllen zu können. 

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