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Taxibranche startet Offensive für mehr Videoüberwachung

Erst vor wenigen Wochen wurde in Liebenau wieder ein Taxifahrer überfallen. Es reicht, so die Verantwortlichen, die jetzt auf Videoüberwachung setzen.

Taxifahrt
© Stock-adobe.com Die Passagiere via Video im Visier zu haben, ist legitim, nicht aber das öffentliche Umfeld.

Auch wenn es keine offiziellen Zahlen gibt, so ist es augenscheinlich, dass sich Übergriffe auf Taxilenker häufen. Die Polizei hat sogar mit einer eigenen „Ermittlungsgruppe Schloßberg“ reagiert. Sylvia Loibner, FG-Obfrau für die Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen, nimmt die zunehmende Gefährung der Fahrer ebenfalls sehr ernst und hat bei einer Infoveranstaltung in der WKO Steiermark mit Nachdruck klargestellt, „dass wir uns für die Sicherheit stark machen und den Einbau von Videoüberwachungssystemen in Taxis forcieren“. Dem Sicherheitsdenken setzt der Datenschutz aber doch enge Grenzen, so Tamara Charkow, WKO-Rechtsexpertin: „Sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, greift nämlich die Datenschutzverordnung ein, die gegen Übertretungen mit hohen Strafen vorgeht.“

Grundregeln

Es gibt daher einige Grundregeln, die Taxi-Unternehmer befolgen müssen, wenn sie ihre Fahrgäste bildlich aufs Korn nehmen. Unter a

nderem muss das Fahrzeug von außen gut sichtbar gekennzeichnet sein, zum Beispiel mit einem Piktogramm, das darauf hinweist, dass die Fahrt via Video aufgezeichnet wird. Im Fahrzeug muss die Datenschutzerklärung zur Einsichtnahme schriftlich aufliegen. Die Informationen dürfen maximal 72 Stunden gespeichert werden und müssen dann überschrieben bzw. gelöscht werden. Kommt es zu Übergriffen, dann dürfen die Aufzeichnungen der Polizei ausgehändigt werden. Charkow mit einer wichtigen Einschränkung: „Der Fahrer darf nur die Gäste im Fonds und am Beifahrersitz filmen, aber keinesfalls mehr als das erlaubte (öffentliche) Umfeld von 50 Zentimetern.“ 

Der Taxiunternehmer Wolfgang Neudorfer in Trofaich hat seit fünf Jahren Videokameras in seinen drei Taxis installiert und ist – so wie seine Fahrgäste – nur begeistert: „Zechpreller haben keine Chance mehr, Stänkerer werden plötzlich ganz zahm, wenn sie wissen, dass sie gefilmt werden. Die Überwachung gibt mir und meinen Fahrern viel Sicherheit und hilft auch, wenn es zu Diskussionen um den Fuhrlohn kommt. Ich kann allen Kollegen wirklich nur raten, Kameras einzubauen.“


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