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Tarifstreit nicht auf Rücken der Patienten austragen

Krankentransporte müssen besser bezahlt werden. Lösung im Tarifstreit scheint nach Mitgliederbefragung in Sicht.

Ein Mann im Rollstuhl wird zu einem Fahrzeug geschoben.
© Adobestock, New Africa Krankentransporte sichern schwer kranken Menschen die wichtige medizinische Versorgung.

Ein Tarifstreit ist für alle Beteiligten keine angenehme Sache. Weder für die Vertreter der Fachgruppe für die Beförderungsgewerbe mit Pkw und schon gar nicht für jene steirischen Patienten, die abseits der Ballungszentren auf Krankentransporte angewiesen sind, um zu Bestrahlungen oder Chemotherapien in Krankenhäuser gefahren zu werden. 

Bis zu 35 Mal müssen Betroffene diese Fahrten in Anspruch nehmen, was finanziell unleistbar wäre, gäbe es nicht den Krankenbeförderungstarif, der diese Dienstleistung der Fachgruppe über die ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) für die Versicherten abdeckt. „Schon lange nicht mehr kostendeckend, nicht erst angesichts stark steigender Benzin- und Dieselpreise“, kritisiert Sylvia Loibner, WKO-FG-Obfrau, mit Nachdruck: „Seit 2019 wurde der Tarif nicht mehr angepasst, die 65 Cent, die wir aktuell pro gefahrenem Kilometer verrechnen, liegen damit unter dem Tarif vom Roten Kreuz mit 85 Cent.“ 

Untragbarer Zustand

Ein untragbarer Zustand, der zu längst fälligen Tarifverhandlungen der WKO mit der ÖGK geführt hat. Nicht nur bei den Krankentransporten, sondern auch beim sogenannten Warteentgelt (das ist der Obolus, der für  das Warten auf die Patienten in Rechnung gestellt wird), das mit 8,96 Euro ab der zweiten Stunde deutlich unter den Selbstkosten eines Fahrers mit 17,11 Euro liegt. Loibner:  „Das Angebot der ÖGK, sich bei einem Kilometertarif von 74 Cent und einem Warteentgelt von 9,48 Euro pro Stunde zu treffen, lag zwar deutlich unter unseren Erwartungen, bietet aber die Chance, zukünftig zu einer einheitlichen Lösung mit jährlichen Valorisierungen zu kommen. Unter der Voraussetzung, dass alle Fachgruppen in Österreich dem Angebot zustimmen, würde die ÖGK mit unserem Fachverband einen österreichweit einheitlichen Tarif verhandeln.“ Sollte es zu keiner „Österreich-Lösung“ kommen, wäre, so Loibner, die Kündigung des Direktverrechnungsvertrages im Raum gestanden. Eine untragbare Situation für die Patienten, die die Krankentransporte aus eigener Tasche vorfinanzieren und von der ÖGK rückfordern müssten.

Online-Umfrage

Um in einer sehr schwierigen Situation nicht über die Köpfe aller Betroffenen zu entscheiden, rief Loibner ihre Branchenkollegen zu einer Online-Umfrage auf, bei der sich 53 Prozent für die Annahme des Angebots der ÖGK ausgesprochen haben (47 Prozent dagegen). Die Fachgruppe hat sich der Mehrheit angeschlossen und will das vorliegende österreichweite Angebot annehmen, um bis Ende des Jahres eine einheitliche Lösung zu erreichen.

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