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Swingtime: Jetzt kommt Bewegung in die Stühle

Ob Konferenzzimmer, Esstisch oder Konzertsaal: In Gnas wird das Sitzen jetzt neu erfunden.

Sessel Freisitz
© Freisitz Der "swingende" Sessel aus Gnas bringt mehr Freiheit ins Sitzen.

Eines ist klar: Die Geschichte vom Zappelphilipp im Struwwelpeter muss neu geschrieben werden. Denn heute lässt man dem ureigenen Drang, auch im Sitzen immer wieder die Position zu ändern, um die Wirbelsäule zu entlasten, ganz bewusst freien Lauf – auch am Esstisch. Zumindest, wenn es nach den kreativen Köpfen im südoststeirischen Gnas geht, kommt jetzt nämlich „Schwung“ in die Stühle. „Was wir in 20 Jahren an Erfahrung im gesunden Liegen mit unserem Schlafsystem ,Dormo Novo‘ gesammelt haben, wollen wir mit ,Freisitz‘ nun auch für das Sitzen umsetzen“, erzählt Mastermind Detlef Jeitschko. „Unsere Zielvogabe war: 360 Grad Beweglichkeit am Stuhl bei gleichzeitiger optimaler Unterstützung jeglicher Position, egal ob klassisch mit dem Rücken zur Lehne oder auch rücklings beziehungsweise seitlich.“
Anleihen für diesen höchst beweglichen Sessel wurden bei Bürostühlen genommen – etwa den Sattelstühlen, die sich bei Gewichtsverlagerungen entsprechend mitneigen. „Uns ging es darum, die gesunden Vorzüge von Bürostühlen mit einem hohen Designanspruch zu kombinieren und damit eine völlig neue Nische am Markt zu bespielen“, betont Jeitschko. Denn Sessel, die selbst Mikrobewegungen bewusst unterstützen, gebe es am Markt eben bislang nur fürs Büro. „Nicht aber für den gehobenen Home-Dining-Bereich oder bei Konferenzstühlen.“ Weiterer möglicher Einsatzort der „swingenden“ Stühle sei der Konzertsaal, so Jeitschko, denn gerade beim Musizieren sei der ganze Körper in Bewegung. 

Unikate made in Styria

Unterstützung in der Finalisierung der Spezialsessel mit innovativer Carbon-Doppelfederung gab es vom Ergonomieforum und der FH Salzburg. Aber nicht nur im speziellen Aufbau steckt ordentlich Steirer-Knowhow, auch bei den Materialien setzt man auf regionale Herkunft. So kann der Kunde etwa Schladminger Loden bei der Polsterung wählen, die Hölzer fürs geölte Gestell stammen ebenfalls aus heimischen Wäldern. „Jedes dieser Möbel wird nach den individuellen Wünschen des Kunden gefertigt, selbst bei der Federung stehen zwei Stärken zur Auswahl.“
Und diese Kombination aus Design und weiß-grüner Handwerkskunst und kommt an: „Die Resonanz auf den großen High-End-Interior-Messen ist großartig“, freut sich Jeitschko über den guten Start. Bestellungen gebe es bereits aus dem In- und Ausland, selbst aus Schweden. Obwohl man letzteren Auftrag erst erfüllen könne, wenn die „Jagd“ des Kunden auch erfolgreich war, scherzt der Unternehmer: „Er hat dafür ein spezielles Fell im Sinn, mit dem wir den Stuhl für ihn dann überziehen sollen.“

Quergefragt:

Die Produktion?
Im ersten Jahr werden es etwa 300 Stück sein, danach visieren wir rund 1.000 bis 1.500 Stück jährlich an.
Die Mitarbeiter?
Sind ganz klar unser Erfolgsgeheimn is.
Das Ziel?
Uns mit Freisitz im gehobenen Sitzmöbelsegment gut zu positionieren. 

Alle Infos unter: www.freisitz.at

Von Veronika Pranger

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