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Strom-Preis für Österreich nun höher als für Deutschland

Seit 1. Oktober gilt die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone. Bereits am ersten Tag erhöhten sich die Preise. Mehr als sieben Euro/MWh waren es hierzulande gegenüber Deutschland.

© APA (dpa-Zentralbild) Österreich hat Nachteile durch Entkoppelung

An der Pariser Strombörse EPEX Spot sind am heutigen ersten Tag der Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone die Strompreise für Österreich höher als für Deutschland gewesen. Die zweite Day-Ahead Auktion für Lieferungen am 2. Oktober ergab heute für Österreich 49,75 Euro pro Megawattstunde (MWh) für Grundlast (base).

Das war laut Österreichischer Energieagentur ein Aufschlag von mehr als 7 Euro/MWh gegenüber Deutschland. Für Spitzenstrom betrug die Differenz mehr als 9 Euro/MWh. Bei der ersten Auktion für die eigene österreichische Preiszone auf dem Spotmarkt der EPEX in Paris am 30. September lagen die Preise im Durchschnitt in Österreich um 1,94 Euro über den deutschen, hatte die Österreichische Energieagentur am Sonntagnachmittag berichtet.

Die Trennung der Strompreiszone von Österreich und Deutschland hat aus Sicht der Regulierungsbehörden der beiden Länder "reibungslos funktioniert." Trotz Einschränkung des Stromhandels an der Grenze werde der Stromhandel zwischen den traditionell gut integrierten Märkten auch künftig in großem Umfang möglich sein, hatten die Chefs von Deutscher Bundesnetzagentur und E-Control heute erklärt. Längerfristig werde für Österreich ein Preisaufschlag von 2 bis 3 Euro pro MWh auf Jahresbasis erwartet, doch werde sich der Preisunterschied erst einpendeln müssen - abhängig auch von der weiteren Entwicklung der Gas- und CO2-Preise, betonte Energie-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch in einer Aussendung.

Bei der ersten Preisindikation, der Versteigerung von Grenzkapazitäten für Oktober vor etwa drei Wochen, seien es 0,88 Euro/MWh gewesen, die Händler bereit gewesen seien, für die Handelsrichtung von Deutschland nach Österreich zu bezahlen. Eventuell sei dieser erste Wert aber "mit Vorsicht zu genießen", hatte Urbantschitsch vor einer Woche vor Journalisten dazu gemeint.

Preisunterschiede auf Basis von gehandelten Langfristprodukten (Futures) seien in Österreich "das Ergebnis einiger weniger Transaktionen und damit kaum belastbar", hieß es heute. Von Preisreportern seien zuletzt im September allerdings auch beträchtliche Preisausschläge nach oben, aber auch nach unten berichtet worden.

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