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Steirische Firmen sind „big in Japan“

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist ein verlässlicher Partner für heimische Unternehmen. Das neue Freihandelsabkommen JEFTA zwischen Japan und der EU wird die wirtschaftlichen Bande nun noch vertiefen.

Menschenmassen in japanischer Metropole
© Sean Pavone-Adobe.stock 127 Millionen Menschen leben auf den drei Hauptinseln Japans.

Mit einem jährlichen Handelsvolumen von 3,5 Milliarden Euro ist Japan nach China mit Abstand der zweitwichtigste Wirtschaftspartner Österreichs in Asien. Und dieser wird durch das neue Freihandelsabkommen JEFTA weiter an Bedeutung gewinnen. Grund genug für uns, den japanischen Markt unter die Lupe zu nehmen. Pharmazeutika, Autos, und Kfz-Zulieferungen, Prüf- und Messgeräte, aber auch hochwertige Holzprodukte und Lebensmittel sind die wichtigsten Exportgüter, die aus Österreich ins Land des Lächelns gelangen. So werden durch Direktexporte knapp 1,5 Milliarden Euro und durch Exporte über Drittländer rund 250 Millionen Euro lukriert. Umgekehrt gelangen vor allem Autos, Motorräder, Bau- und Büromaschinen aus Japan nach Österreich. Und auch bei Dienstleistungen bestehen starke wirtschaftliche Bande. Das im Juli unterzeichnete Abkommen wird die Beziehungen wohl noch kräftig ankurbeln. „Die Zölle auf unsere Exportwaren fallen zur Gänze“, berichtet Ingomar Lochschmidt, Österreichs Wirtschaftsdelegierter in Tokio. „Viele sofort bei Inkrafttreten, etwa auf Wein, andere in mehreren Jahresabbauschritten, so bei Holzprodukten, Fruchtsäften und Energydrinks.“ Außerdem werde heimischen Unternehmen der Zugang zum öffentlichen Beschaffungsmark in Japan geöffnet. 

Florierendes Japangeschäft

Zahlreiche steirische Unternehmen sind bereits jetzt groß im Japangeschäft: etwa Firmen aus der Holzbranche. „Sie profitieren von der Gemeinsamkeit des Waldreichtums und des Holzbaus“, weiß Erhard Pretterhofer, Geschäftsführer des Holzclusters Steiermark. „Zudem befinden sich Japans Wälder vielfach in Steillagen, ähnlich wie in der Steiermark.“ Ein guter Ausgangspunkt etwa für Mayr-Melnhof Forsttechnik, das dafür geeignete Forstmaschinen bereitstellt. Auf dem japanischen Markt ist auch Schaffer Holz, das Yamaha mit Klangholz für Musikinstrumente versorgt, genauso wie auch KLH, Spezialist für Brettsperrholz. 

Aber auch andere heimische Technologien sind in Japan äußerst gefragt: So hat Anton Paar, Spezialist für Präzisionsmessgeräte und Automationslösungen, bereits im Jahr 2009 eine Tochterfirma vor Ort gegründet, um Geräte zu verkaufen und zu servicieren. „Japan ist weltweit unser viertgrößter Markt, wir beschäftigen dort 82 Mitarbeiter und haben nun sogar einen Mitarbeiter aus Österrerich direkt vor Ort“, berichtet Emily Knes, aus dem Büro der Geschäftsführung und für Japan zuständig. 


Weitere Infos: AußenwirtschaftsCenter Tokio, Ingomar Lochschmidt, tokio@wko.at bzw. unter www.ic-steiermark.at


Von Petra Mravlak


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