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Das Steirerherz auf Business-Mission im Reich der Mitte

Eine hochkarätige Delegation mit Vertretern der steirischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ebnete in China den Weg für neue Kooperationen. Besonders im Bereich Bildung und Forschung geht man neue Wege. 

Die steirische Delegation war zu Besuch in China.
© Land Steiermark Die steirische Delegation war zu Besuch in China.

Die Welt schaut auf China. Nicht nur, weil der neue US-Präsident der größten Nation der Welt den (Wirtschafts-)Kampf angesagt hat, sondern auch weil das Reich der Mitte sich zu einem der wichtigsten Wirtschaftsmotoren der Welt gemausert hat. Für eine hochkarätige steirische Delegation – angeführt von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer – Grund genug, sich  persönlich ein Bild von der chinesischen Innovationskraft zu machen und dabei auszuloten, welche Kooperationsmöglichkeiten mit der grünen Mark möglich sind. Die WKO war dabei mit dem steirischen Vizepräsidenten Andreas Herz (siehe Interview rechts) und WKÖ-Vize Jürgen Roth vertreten. 

Und was hat man erreicht? „Gerade durch das neue Partnerschaftsabkommen mit Shanghai und die Zusammenarbeit mit der aufstrebenden Stadt Foshan ergeben sich für unsere Wirtschaft neue Chancen“, erklärt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Denn besonders für die grüne Mark ist China ein wichtiger Handelspartner, weiß auch Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann: „Wir exportieren pro Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund einer Milliarde Euro nach China. Deshalb setzen wir konsequent darauf, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen.“ Kontakte, die gerade im Bereich Bildung und Forschung einen hohen Stellenwert einnehmen, bei der Reise war nämlich nicht nur TU-Rektor Harald Kainz, sondern auch Josef Schellnegger, Direktor der Tourismusberufsschule in Bad Gleichenberg, dabei: „Wir konnten zwei weitere Kooperationen mit Berufsschulen in China abschließen und werden hier in Zukunft Experten austauschen. So lernen unsere chinesischen Freunde etwas über österreichischen Wein und unsere Patisserie. Unsere Schüler lernen im Gegenzug etwas über asiatische Küche und was sich ein chinesischer Gast erwartet.“ Angesichts dessen, dass immer mehr chinesische Touristen nach Österreich kommen ein wichtiger Schritt. 

Auch für die TU Graz sei es selbstverständlich, über die Grenzen hinauszuschauen, betont Kainz: „Deshalb haben wir im Jahr 2016 an der Tongji University in Shanghai auch unser erstes internationales Verbindungsbüro eröffnet. Diese Delegationsreise ins Reich der Mitte ist ein willkommenes Mittel, Kooperationen weiter zu vertiefen.“

Doch auch für die Wirtschaft gibt es genügend Gründe, um den Schritt nach China zu wagen. So waren auch Vertreter der steirischen Automobilindustrie mit AC-Styria-Geschäftsführer Wolfgang Vlasaty mit dabei: „Wir haben die Reise genutzt, um mit neuen Kooperationspartnern ins Gespräch zu kommen.“ Für IV-Päsident Georg Knill ist China schon lange ein wichtiger Markt: „Wir sind schon seit den 90er-Jahren in China tätig und betreiben mit der Knill-Gruppe ein eigenes Vertriebsbüro und eine Service-Niederlassung.“ Denn im Reich der Mitte würde zur Zeit in allen Bereichen investiert, so Knill: „Das Land hat massive Ambitionen, die riesige Bevölkerung zum Wohlstand zu führen, und was sich die Chinesen strategisch vornehmen, wird auch umgesetzt.“ Kritisch sei jedoch, dass der lokale Mitbewerb oft Technologien aus Europa kopiere, sagt Knill: „Wir haben nur durch den technologischen Vorsprung eine Chance, denn beim Preis können wir nicht konkurrieren.“ Für Knill sind Delegationsreisen ein sehr wichtiges Instrument: „Es ist sehr eindrucksvoll, wie wichtig es ist, im internationalen Geschäft Politik und Wirtschaft gemeinsam auftreten so lassen. Politik kann ein wichtiger Hebel sein, besonders in China.“

Autor: Michael Neumayr

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