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Berufs-WM endet mit steirischem Triumphzug

Bei den WorldSkills im russischen Kazan räumen die Steirer fünf von elf rot-weiß-roten Medaillen ab, zwei davon in Gold. Wir waren live dabei!

WKO Steiermark Präsident Josef Herk gratuliert den steirischen Medaillengewinnern Marc Berndorfer, Johannes Kalß, Julia Leitgeb, Julian Fink und Alexander Krutzler (v.l.).
© Kanizaj WKO Steiermark Präsident Josef Herk gratuliert den steirischen Medaillengewinnern Marc Berndorfer, Johannes Kalß, Julia Leitgeb, Julian Fink und Alexander Krutzler (v.l.).

Die Floristin Julia Leitgeb bringt nichts so schnell aus dem Konzept. Trotz Massen an Besuchern vor ihrem Stand erledigt die Ebersdorferin ihre Aufgaben bei den „WorldSkills“ in Kazan mit äußerster Ruhe und Routine. Kein Wunder, liegen doch an die eintausend Stunden Training hinter ihr, Freizeit war in den vergangenen Monaten Mangelware. So wie auch bei ihrem Trainer, dem Grazer Floristikmeister Johann Obendrauf, der Leitgeb auf die Berufsweltmeisterschaften in Russland punktgenau vorbereitet hat. 

Ein Wettbewerb der Super­lative, der mehr als 250.000 Besucher auf das 70 Hektar große Wettkampfareal lockte – die bis dato größte Veranstaltung in der Geschichte von WorldSkills. Rund 1.400 Jungfacharbeiter aus 70 Nationen nahmen daran teil, sie ritterten in insgesamt 56 Berufen um Medaillen. Leitgeb – sie arbeitet bei Blumen Andrea in Hartberg – ist hier als eine von 46 rot-weiß-roten Teilnehmern am Start und damit eine von 13 Steirerinnen und Steirern, für die diese Weltmeisterschaften einmal mehr höchst erfolgreich enden sollte.   

Steirische Erfolgsbilanz

Doch zurück zum Finale: Da fließen vor den Augen von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin zuerst einmal die Tränen. Nicht nur bei Julia Leitgeb, sondern auch bei Alexander Krutzler. Der Betonbauer (Porr AG) aus Sinnersdorf-Pinggau sicherte sich gemeinsam mit Partner Mateo Grgic ebenfalls Gold. „Es ist einfach nur unbeschreiblich. Mir fehlen angesichts dieser Kulisse schlicht und ergreifend die Worte“, so Krutzler. Denn die hatte es wahrlich in sich: Mehr als 40.000 Zuseher waren zur Medaillenvergabe in die Kazan-Arena gekommen – auch das ein neuer Rekord. Doch damit war der weiß-grüne Medaillenregen noch lange nicht zu Ende. 

Neben zwei Mal Gold gab es für die Steirer bei der Berufs-WM nämlich auch zwei Mal Silber und zwar durch den Feldbacher Maurer Marc Berndorfer (Karl Puchleitner Gesm.b.H.), der bereits bei den letztjährigen EuroSkills in Budapest Platz zwei belegte, und durch den Altausseer Johannes Kalß (AKE Ausseer Kälte- und Edelstahltechnik). Damit wiederholte er den Erfolg seines Zwillingsbruders Franz, der sich bei den WorldSkills vor zwei Jahren in Abu Dhabi ebenfalls Silber sicherte – mehr Ähnlichkeit geht wirklich nicht.

Ehre, wem Ehre gebührt: Große Bühne für Österreichs WM-Helden.
© Skills Austria Ehre, wem Ehre gebührt: Große Bühne für Österreichs WM-Helden.

Steirer an der Weltspitze

Abgerundet wurde die weiß-grüne Medaillenbilanz von Julian Fink. Der Feldbacher Bautischler (Wohlfühltischlerei Knaus) eroberte mit eigenem Fanclub im Rücken die Bronzene in Kazan. Macht aus steirischer Sicht unterm Strich fünf von insgesamt elf rot-weiß-roten Medaillen – rechnet man noch den Sieg beim ­Future-Skills-Sonderbewerb Industrie 4.0 dazu, sind es sogar zwölf Medaillen. „Ein tolles Ergebnis, zu dem ich unseren Nachwuchsfachkräften nur gratulieren kann. Wir haben damit einmal mehr unsere Rolle als Fachkraft-Supermacht unter Beweis gestellt“, freute sich WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk in Kazan. Denn die fünf Medaillen wurden auch noch von vier „Medallions of Excellence“ abgerundet, also Auszeichnungen für hervorragende Leistungen, die knapp nicht für eine Medaille gereicht haben. Diese gingen an den Elektrotechniker Stefan Prader (Elektrotechnik Prader), den Fliesenleger Florian Franz Scheucher (Fliesen-Sanitär-Kachelöfen Preglau GmbH), Modetechnologin Laura Tschiltsch (Ortweinschule) sowie Alexander Kappler und Leo Moser im Bereich Mobile Robotics.

„Unsere jungen Top-Fachkräfte haben damit in Kazan einmal mehr bewiesen, dass sie mit ihren Leistungen, ihrer Kompetenz und ihrem Engagement weltspitze sind“, freute sich Herk, der vor Ort eine höchst prominente Steirer-Delegation mit Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer und WKO-Steiermark-Vizepräsident Andreas Herz anführen durfte. Gemeinsam mit WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz und Generalsekretärin-Stellvertreterin Mariana Kühnel rührten sie in Russland auch schon groß die Werbetrommel fürs nächste Großevent: die Heim-EM. 2020 gehen die EuroSkills nämlich in Graz über die Bühne.

Unsere Helden der WM

  • „Gold!“ hieß es für die Floristin Julia Leitgeb aus dem steirischen Ebersdorf. Sie ist bei Blumen Andrea in Hartberg beschäftigt und lebt ihre kreative Ader nicht nur im Beruf, sondern auch in ihrer Freizeit aus – etwa beim Entwickeln neuer Backkreationen. 
  • „Mein Bestes zu geben“, das war das Ziel von Alexander Krutzler aus Sinnersdorf-Pinggau, der gemeinsam mit dem Wiener Mateo Grgic im Team-Bewerb im Bereich Betonbau Gold holte. Krutzler ist bei der Porr AG beschäftigt, wo er als Maurer und Schalungsbauer tätig ist. 
  • Eine Silbermedaille konnte der Altausseer Johannes Kalß in der Kategorie Metallbau mit nach Hause in die Steiermark nehmen. Er ist beim Kälte- und Edelstahltechnikunternehmen Ideal AKE in Bad Mitterndorf beschäftigt und hat sich der Arbeit mit Metall verschrieben.

  • „Alles oder nichts“, das war das Motto des Maurers Marc Berndorfer in Kazan. Seine Silbermedaille zeigt, dass es sich gelohnt hat. Der Feld­bacher ist bei der Karl Puchleitner Baugesellschaft mbH beschäftigt. Seinen Beruf sieht er nicht nur als Arbeit, sondern vielmehr als Leidenschaft.
  • Über eine Medaille aus Bronze in der Kategorie Bautischler konnte sich Julian Fink freuen. Der Feldbacher ist in der Wohlfühltischlerei Knaus beschäftigt und hat schon öfter erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen, so bei Bundeslehrlingswettbewerben und Staatsmeisterschaften.

  • Der Grafendorfer Alexander Kappler ging gemeinsam mit Leo Moser (siehe unten) im Teambewerb Mobile Robotics ins Rennen. Beide besuchen die HTL Pinkafeld, Abteilung Elektrotechnik und technische Informatik. Kappler ist technikbegeistert und baut und programmiert auch in der Freizeit Roboter.

  • Neue Erfahrungen sammeln und neue Menschen kennenlernen ist der Obdacherin Michaela Ehgartner besondes wichtig. Sie ging in der Kategorie Restaurantservice an den Start. Ihr Arbeitsplatz ist das Parkhotel Pörtschach am Wöthersee. Und ihr Motto: „Ohne Leidenschaft ist nichts zu erreichen.“

  • „Dabei sein ist Erfolg, das Beste geben ist das Ziel“, so das Motto von Florian Franz Scheucher, der in der Kategorie Fliesenleger bei den WorldSkills ins Rennen ging. Der Gnaser, der in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist und dort gerne aushilft, ist bei der Preglau GmbH beschäftigt.

  • Die Absolventin der Modeschule Graz, Laura Anna Tschiltsch, ging in der Katego­rie Mode-Technologie ins Rennen. Bei der Pölfing-Brunnerin dreht sich seit jeher alles um das Entwerfen und Schneidern von Kleidungsstücken. Ihr Ziel ist ein Modestudium an einer renommierten Universität.

  • Der Hartberger Leo Moser ging gemeinsam mit Alexander Kappler (siehe oben) im Teambewerb Mobile Robotics ins Rennen. Beide besuchen die HTL Pinkafeld, Abteilung Elektrotechnik und technische Informatik. Er beschäftigt sich unter anderem damit, autonome Fahrzeuge zu programmieren.

  • Der Stahlbautechniker Lukas Stiegelbauer stellte sich in der Kategorie Schweißer dem Wettbewerb. Der Gleinstättner ist beim Stahlbauunternehmen Sinnitsch in St. Martin im Sulmtal beschäftigt, wo er unterschiedliche Maschinen fertigt. Er selbst beschreibt sich als zielstrebig und ehrgeizig.

  • Der Gnaser Dorian Graf trat bei den WorldSkills in der Kategorie Stuckateur und Trockenausbau an. Er ist beim Trockenbauunternehmen Erik Kniewallner in Gnas beschäftigt und hat noch einiges vor: Er möchte noch mehr Praxiserfahrung sammeln und dann die Meisterprüfung absolvieren.

  • „Ohne Fleiß kein Preis“, das war das Motto des Elektrotechnikers Stefan Prader bei der Berufsweltmeisterschaft. Der Steirer aus Groß Sankt Florian ist im Betrieb seiner Eltern – Elektrotechnik Prader – beschäftigt, wo er Kundengespräche, Planungen, Montagen und Installationen durchführt.


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