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Steirer nehmen Mexiko ins Visier

Maschinenbauerzeugnisse, Industrieanlagen, Umwelttechnik und F&E: Steirische Stärkefelder sind in Mexiko gefragt.

„Mexiko ist ein Zukunftsmarkt“ (v.l.): J. Roth, B. Eibinger-Miedl, A. Kindermann, J. Sollgruber
© diegograndi -stockadobe.com „Mexiko ist ein Zukunftsmarkt“ (v.l.): J. Roth, B. Eibinger-Miedl, A. Kindermann, J. Sollgruber
Der mexikanische Markt ist einer der großen Hoffnungsträger für die heimische Wirtschaft. Und die Zeichen stehen gut, sich mit steirischen Qualitätsprodukten bzw. Know-how wesentliche Stücke vom Kuchen eines der wirtschaftlich interessantesten Länder – mit denen bereits ein EU-Abkommen besteht – zu sichern. Zu diesem Schluss kam eine mit ICS-Aufsichtsratsvorsitzendem Jürgen Roth, Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, EU-Kommissionsvertreter Johann Sollgruber und Wollsdorf-Chef Andreas Kindermann hochkarätig besetzte Diskussionsrunde. „90 Prozent des künftigen globalen Wachstums werden nicht in Europa stattfinden“, verweist Roth auf die Wichtigkeit von Handelsabkommen, gerade für ein Land wie die Steiermark, wo jeder zweite Arbeitsplatz vom Export abhänge. Seit Mai 2016 verhandle die EU deshalb auch zu einer Modernisierung des Vertrags mit Mexiko, erklärt Sollgruber: „Und jetzt, wo Trump das Land mit Füßen tritt, richtet sich der Blick dieses riesigen Marktes umso stärker auf die EU.“ Und das sei höchst positiv. Roth: „Mexiko ist eines der ,running horses‘ der österreichischen Exportwirtschaft. Die Ausfuhren stiegen 2017 um mehr als 17 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro.“ Mit Mexiko als wichtigstem Handelspartner in Lateinamerika habe die Steiermark bereits einen großen Markt erschlossen. 2016 wurden Waren im Wert von 109 Millionen Euro exportiert, viele Unternehmen, darunter auch Steirer, sind mit Niederlassungen vor Ort. Und geht es nach den Mexikanern, dann werden es wohl bald noch mehr sein. Roth: „Mexiko hat eine F&E-Quote von 0,5 Prozent. Und sie wollen diese gar nicht selbst durch Investitionen erhöhen, sie wollen das Know-how zukaufen.“ Gefragt seien Maschinen und Industrieanlagen, Umwelttechnologie, Automotive und Luftfahrt. „Ein ,perfect Match‘ mit den steirischen Industrieunternehmen“, ergänzt Eibinger-Miedl.

Wie es geht, zeigt Wollsdorf Leder. „Wir exportieren mehr als 90 Prozent unserer Ware weltweit. 15 Prozent gehen bereits nach Mexiko aufgrund der dort so starken Autoindustrie.“ Nun investiert man 40 Millionen Euro in einen Hochtechnologiestandort für 500 Mitarbeiter vor Ort, um die Nachfrage bedienen zu können.

Weitere Informationen zu Mexiko: www.ic-steiermark.at/im-fokus-mexiko

Von Veronika Pranger

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