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Steirer heben weltgrößte Bohrinsel an

Heldeco fertigt Spezial-Metallkomponenten, die selbst die größte Bohrinsel der Welt höhenverstellbar machen.

Symbolfoto Bohrinsel
© Georg Henrik Lehnerer - Fotolia Symbolfoto

Im obersteirischen Turnau werden echte Männerträume wahr – denn hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Ob es sich um Achsschenkel für den größten Muldenkipper der Welt handelt, der 400 Tonnen Nutzlast stemmt, oder riesige Schaufelräder mit bis zu 30 Tonnen Eigengewicht für ein Wasserkraftwerk gefragt sind, ob gewaltige Antriebsteile einen Ozeanriesen auf Kurs bringen sollen oder Bauelemente für die Schwerindustrie benötigt werden: Heldeco aus Turnau hat sich mit hochpräzisen Metallkomponenten einen im wahrsten Sinne des Wortes gewichtigen Platz rund um den Globus gesichert.

Zuletzt hat die Mürztaler Ingenieursleistung beim Bau der weltgrößten Öl-Bohrinsel überzeugt. „Eigentlich waren wir bei einer Projektbesprechung mit einem unserer Kooperationspartner, um ein kleineres Spezialteil für die Bohrinseln zu besprechen. Da haben wir auch den Plan für die Höhenverstellung der Plattform gesehen“, erzählt Geschäftsführer Helmut Dettenweitz.

„Monster-Zahnräder“

Auf Nachfrage, wer sich mit der Anfertigung der dazu nötigen mannshohen, aber dennoch auf den Hundertstel Millimeter genauen Zahnräder befasse, hieß es, dass man noch keinen gefunden habe, der sich hier „drübertraue“, erklärt Dettenweitz, für den sich rasch nicht die Frage nach dem Wie, sondern nur jene nach dem Ob gestellt hat. „Zugegeben, es hat Mut gebraucht, hier Ja zu sagen. Aber genau das ist seit 25 Jahren unser Erfolgsgeheimnis: Dass wir uns Dinge zutrauen, die anderen dann doch etwas zu groß sind.“

Und wahrlich groß war dann auch das Ergebnis: Satte 3,5 Tonnen bringen die hochpräzisen Spezialzahnräder auf die Waage, die es zur Justierung der Plattform braucht. „Insgesamt lieferten wir in den letzten zweieinhalb Jahren 1.500 Spezialteile für die Fixierung und Höhenverstellung der Ölbohrinsel“, berichtet Dettenweitz – und betont, dass Präzision in solchen Dimensionen nur durch Investitionen möglich sei. „Um in dieser Liga weltweit mitzuspielen braucht es finanziellen Einsatz: Zwischen 2012 und 2014 haben wir allein in die Fertigungstechnik sechs Millionen Euro gesteckt.“ Mehr noch aber werde in die Mitarbeiter „investiert“, betont Dettenweitz: „Das Engagement und das Know-how unserer Mannschaft ist unser Erfolgsgarant. Es macht uns sehr stolz, dass wir ganze Generationen, vom Großvater bis zum Enkel, bei uns beschäftigen.“

Und engagierte Mitarbeiter braucht es, schließlich ist man gerade dabei, ein neues Geschäftsfeld zu forcieren: „Wir wollen jetzt verstärkt den Bereich Luftfahrt bespielen. Ein wichtiger Schritt war die kürzlich erfolgte EN-1900-Zertifizierung.“


Autorin: Veronika Pranger, Steirische Wirtschaft


Tipp!
Lesen Sie mehr in der Ausgabe 5/2017 der Steirischen Wirtschaft.

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