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Steirer heben in Hamburg ab

Mit neuen Technologien setzten steirische Betriebe bei der Hamburger Leitmesse für die Bordkabine zum Steigflug an.

WKO Steiermark Präsident Josef Herk und AMES-Gründer W. Starzacher (v.l.)
© kk WKO Steiermark Präsident Josef Herk und AMES-Gründer W. Starzacher (v.l.)

16 Milliarden Euro Marktvolumen und Wachstumszahlen von mehr als acht Prozent – das Geschäft mit der Flugzeugkabine floriert. Davon konnten sich steirische Unternehmen – gebündelt an Ständen des Mobilitätsclusters ACstyria (siehe Interview links) und des Leitbetriebs AMES aus Peggau – dieser Tage auch bei der Hamburger Leitmesse für Flugzeuginterieur, der „Aircraft Interiors Expo“ (550 Aussteller, 20.000 Besucher), überzeugen: „Die Luftfahrt ist in den letzten Jahren zu zu einem wichtigen Stärkefeld der steirischen Wirtschaft avanciert. Die Branche sichert wichtige Arbeitsplätze nachhaltig ab“, betont WK-Präsident Josef Herk vor Ort.
Insbesondere die Innenraumausstattung legt kontinuierlich an Bedeutung zu: „Das Interieur ist Alleinstellungsmerkmal Nummer eins für Fluggesellschaften, dadurch können sich Premiumlinien etwa von Billigchartern abgrenzen“, betont AMES-Gründer Walter Starzacher, der sich auf die Modernisierung von Bordkabinen spezialisiert hat – und in Hamburg für ein echtes Novum sorgte: Die Peggauer stellten das erste zugelassene „Smart Glass“ für Anwendungen in der Flugzeug-Passagierkabine vor.

„Smart Glass“ löst im Flugzeug Vorhang ab

Noch vor der Premiere der abblendbaren Trenngläser entwickeln sich diese zum Umsatz-Turbo: „Aufgrund unserer Ankündigung haben wir bereits mehr als 100 Bestellungen verzeichnet“, freut sich Starzacher. Den ersten Einsatz feiert das „Smart Glass“ in einem Airbus A320, wo die Technologie den Vorhang zwischen „Business“ und „Economy Class“ ablöst. Ebenso mit an Bord in Hamburg: die FH Joanneum, Leichtbauspezialist LTC aus Lebring, Federnerzeuger Hugo Sampl aus Gußwerk und der Murtaler Luftfahrtzulieferer Antemo. Letzterer setzte mit einem per App verstellbaren Business-Tisch für VIP-Jets ein Ausrufezeichen: „Der Tisch ist mit einer induktiven Ladefläche für Smartphones ausgestattet“, bestätigt Antemo-Boss Herbert Brunner. Mit Ergebnissen einer internationalen Partnerschaft mit dem US-Entwicklerstudio Altair Inspire katapultierten sich auch die Ilzer 3D-Drucker von M&H ins Zentrum des Interesses: „Damit können wir 3D-Interieursmodelle nicht nur designen, sondern auch Abläufe wiedergeben“, erklären die M&H-Gründer Patrick Herzig und Robert Mauerhofer.

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