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Steirer setzen beim Christkind keinen Sparstift an

Es wird wieder kein Weihnachten wie damals – aber trotz hoher Inflation und Energiekrise wollen die Steirer in diesem Jahr fleißig Christkindl spielen.

Spartenobmann Gerhard Wohlmuth, Wolfgang Ziniel von der KMU Forschung Austria und Spartengeschäftsführer Helmut Zaponig sind optimistisch fürs Weihnachgeschäft (v.r.)
© Foto Fischer Spartenobmann Gerhard Wohlmuth, Wolfgang Ziniel von der KMU Forschung Austria und Spartengeschäftsführer Helmut Zaponig sind optimistisch fürs Weihnachgeschäft (v.r.)


Nach zwei Pandemie-Weihnachten und inmitten einer Energiekrise, die die Inflation immer weiter in die Höhe treibt, scheint die sonst um diese Zeit traditionell gestellte Frage „Was wird die Bescherung den Handelsunternehmen heuer bringen?“ nur auf den ersten Blick müßig. Denn auf den zweiten zeigt sich, dass die Steirerinnen und Steirer dem großen Fest trotz massiver Teuerungen in allen Lebensbereichen mit Zuversicht entgegenblicken. Das ist das Ergebnis der jüngsten Umfrage der KMU-Forschung Austria. Handelsobmann Gerhard Wohlmuth: „Oder anders gesagt: Beim Christkind setzen die Menschen im Steirerland nicht den Sparstift an.“  

310 Euro Packerl-Budget 

So planen die Schenkenden hierzulande nämlich durchschnittlich 310 Euro für Packerl auszugeben. Das entspricht dem Präsente-Budget des Vorjahres. Und auch die Zahl der potenziellen weiß-grünen Christkindln bleibt mit 91 Prozent der Befragten ident. „Macht bei 990.000 Schenkenden summa summarum rund 300 Millionen Euro, mit denen wir im diesjährigen Weihnachtsgeschäft rechnen dürfen“, weiß Wohlmuth. 

Nach zwei Coronajahren, deren Spuren im heimischen Handel nach wie vor deutlich zu sehen sind, sei das ein höchst positiver Ausblick, betont der Obmann. „Gerade das Weihnachtsgeschäft, also der Mehrumsatz, der hier im Vergleich zu normalen Monaten gemacht wird, sichert Arbeitsplätze nachhaltig ab. Für einige Handelsbereiche ist dieses Geschäft sogar oft überlebenswichtig“, betont Wohlmuth, „denn es gibt Branchen, etwa Bücher oder Spielwaren, die hier bis zu mehr als ein Drittel ihres Jahresumsatzes machen“. 

Die Christkindl haben es also mehr denn je in der Hand, mit ihren bewussten Kaufentscheidungen den Standort und die Lebensqualität im Land zu sichern. Und das zu tun, ist längst kein bloßes Lippenbekenntnis mehr, wie die Umfrage deutlich zeigt: Knapp die Hälfte der Befragten will auf regionale Produkte achten bzw. in der nahen Umgebung die Präsente besorgen. „Diesen erfreulichen Trend wollen wir weiter verstärken. Denn es braucht ein Bewusstsein dafür, dass die Konsumentinnen und Konsumenten mit ihrem Einkauf wesentlich mehr in ihren Händen halten als die Entscheidung über ein Produkt. Wer vor Ort einkauft, sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze und trägt wesentlich zur Erhaltung von regionaler Infrastruktur bei“, so Wohlmuth.

Regional auch digital

Durchschnittlich eineinhalb von den statistisch geplanten sieben Packerl wollen die Steirerinnen und Steirer heuer im Online-Handel kaufen. Was bedeute, dass damit auch in diesem Jahr der Großteil des Weihnachtsumsatzes im stationären Handel bleibe, freut sich der Spartenobmann mit den heimischen Unternehmen. Was die in Bezug auf das Weihnachtsbudget rein rechnerischen 66 Euro für den Geschenkekauf im Internet betrifft, zeigt sich ebenso eine Tendenz zum wohlüberlegten Klick. Denn auch beim Onlineshopping, nicht zuletzt getrieben von den Corona-Lockdowns der letzten Jahre, punktet Regionalität. Und das wissen immer mehr steirische Unternehmen höchst erfolgreich zu nutzen. 



„Den Kunden wird auch mehr und mehr bewusst, was man mit seiner Kaufentscheidung alles in der Hand hat: 49 Prozent wollen für das Weihnachtsfest heuer verstärkt in Geschäften der Umgebung einkaufen.“
Gerhard Wohlmuth, Spartenobmann


Die Geschenke werden früher gekauft

Ebenfalls eine nachhaltige Veränderung ist der Trend zu frühen Weihnachtseinkäufen, der Anteil der sogenannten „Late-Shopper“ – also jener, die erst kurz vor Weihnachten einkaufen – nimmt dagegen mehr und mehr ab. Im Vergleich zum Vorjahr (16 %) wollen heuer nur noch 12 Prozent der Steirerinnen und Steirer den Großteil ihrer Geschenke in der zweiten Dezemberhälfte besorgen. „Das hat sicherlich auch mit den medial breit diskutierten Lieferschwierigkeiten und den längeren Lieferdauern auf Seiten der Produzenten zu tun“, betont Wolfgang Ziniel von der KMU Forschung Austria. „Die meisten Geschenkekäufe sind für die erste Dezember-Hälfte geplant, nämlich 35 Prozent, gefolgt von der zweiten November-Hälfte mit 30 Prozent“, so Ziniel. Auf der Suche nach den passenden Geschenken ziehen die Steirer dabei unterschiedliche Informationsquellen zu Rate. Etwas weniger Personen nutzen dafür heuer das Internet (54 % im Vergleich zu 60 % im Vorjahr), dennoch bleibt Online die beliebteste Inspirationsquelle, dicht gefolgt von den Impulsen direkt im Geschäft bzw. Schaufenster.  

Welche Geschenke die Steirer unter den Christbaum legen

Das Ranking der häufigsten Weihnachtspräsente wird einmal mehr von Gutscheinen angeführt – knapp die Hälfte der Konsumenten (45 Prozent) beabsichtigen diese für ihre Liebsten unter den Christbaum zu legen. Auf Platz zwei des Rankings liegen in diesem Jahr Spielwaren (35 %) gefolgt von Bekleidung und Textilien (27 %), Kosmetika (26 %) sowie Bargeld (22 %). Auf den weiteren Plätzen der Top-10-Weihnachtsgeschenke finden sich Bücher (20 %), Genussmittel (19 %), Schmuck (15 %), Wein (10 %) und Elektrogeräte (9 %).

 

Appell an Politik

Für den steirischen Handel ist das Weihnachtsgeschäft heuer nach zwei Coronajahren jedenfalls wichtiger denn je, betont Wohlmuth: „Ich hoffe und fordere von der Politik inständigst, dass es zu keiner neuerlichen Maskenpflicht kommt, das würde die ohnehin schaumgebremste Stimmung der Konsumenten weiter bremsen. Es ist höchst an der Zeit hier wirklich die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Darüber hinaus appelliere ich in Sachen Energiekosten den Unternehmen nachhaltig unter die Arme zu greifen.“


Achtung!

Definition: Als „Weihnachtsgeschäft“ im stationären Einzelhandel wird jeder Brutto-Mehrumsatz (inkl. USt.) im Monat Dezember verstanden, der das Normalmaß von Jänner bis November übersteigt.


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