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Steinharter Weg: Vom Geflüchteten zum Gesellen

Ein Steinmetz fand einen Mitarbeiter, ein Geflüchteter erhielt Ausbildung und Job. Wie Integration zur Win-Win-Situation für alle Beteiligten wird.

Steinmetzmeister Michel Egger und sein Mitarbeiter Ali Saloukha.
© kk Steinmetzmeister Michel Egger und sein Mitarbeiter Ali Saloukha.

Kaum ein Thema polarisiert mehr als die Integration von Flüchtlingen. Wie diese gelingen kann, zeigt ein Beispiel aus Murau:  Im Jahr 2015 kam der Syrer Ali Saloukha mit dem Flüchtlingsstrom nach Österreich. Heute hat der mittlerweile 21-Jährige anerkannte Flüchtling einen Job sowie die Lehrabschlussprüfung und den Führerschein in der Tasche.

Lehrausbildung als Steinmetz

Und der Murauer Steinmetzmeister Michael Egger hat in ihm einen engagierten Mitarbeiter gefunden. Nach seiner Flucht wurde Saloukha im Pfarrhof von Murau aufgenommen und besuchte mit seinen Betreuern und dem Wunsch zu arbeiten immer wieder Eggers Betrieb, wo er schließlich eine Lehre als Steinmetz machen konnte. Engagierte Bewohner der Stadt halfen ihm beim Lernen. „Ali war gut in der Schule, er ist verlässlich, akzeptiert unsere Regeln und alle arbeiten gern mit ihm“, erzählt Egger. Er sieht es als einzige Chance, Menschen wie Ali eine Zukunft zu geben, „ihnen zu ermöglichen, eine sinnvolle Arbeit zu machen“, so Egger. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern im Betrieb funktioniert bestens. „Wir sind ohnehin eine Multikultitruppe“, so Egger. Seit 20 Jahren ist ein Rumäne im Team und vor 15 Jahren hat er einen Mitarbeiter aus Bosnien aufgenommen. Was Saloukha hier in Österreich am meisten schätzt? „Die Sicherheit. Und dass alles funktioniert: Strom, Wasser und dergleichen.“ Das Schwierigste ist für den jungen Syrer, dass er ganz alleine hier ist. Die Eltern sind nach wie vor in Syrien, zwei Brüder sind nach Thailand geflohen.

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