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Spielberg schreibt Geschichte

Am 5. und 12. Juli schaut die gesamte Motorsportwelt ins Murtal. Am Red-Bull-Ring gehen die ersten beiden Formel-1-Rennen der Saison mit strikten Corona-Schutzmaßnahmen über die Bühne. Wir waren bei den Vorbereitungen live dabei.

Red Bull Ring Panoramaufnahme
© Red Bull Content Pool Volle Tribünen wird es heuer am Ring nicht geben. Die Geisterrennen könnten aber zumindest für TV-Rekordquoten sorgen.

Der Grand Prix von Österreich – zahlreiche Geschichten wurden von Anbeginn der Zeitrechnung in Zeltweg (1963 und 1964) und danach in Spielberg geschrieben. Zahlreiche Helden wurden unter dem Jubel der hunderttausenden Fans geboren, Buhmänner ausgemacht und nach wilden Abflügen um Piloten gebetet. Und auch wenn man meinen könnte, die Königsklasse des Motorsports hätte schon alle möglichen Geschichten erzählt, so kommt im Juli ein weiteres außergewöhnliches Kapitel hinzu. Denn in Spielberg kommt es am 5. und 12. Juli zu einer mehrfachen Premiere: Erstmals ist das Murtal der Saisonstart, erstmals werden weltweit auf dem selben Kurs zwei Rennen hintereinander geboten und erstmals gibt es wegen der Coronavirus-Einschränkungen ein Geisterrennen.


Wie so etwas funktionieren kann? Die Steirische Wirtschaft war bei den Vorbereitungen live dabei und schaute sich die veränderten Rahmenbedingungen am Red-Bull-Ring bei den Testtagen von Renault, das als einziger Rennstall die Erlaubnis für einige Testkilometer hatte, an. Auf der Strecke fehlte da noch die Farbenpracht, „tv-fein“ wird der Kurs wie üblich erst kurz vor dem Erscheinen der Teams gemacht. Für das Security-Personal waren Renaults Testtage schon einmal ein Warm-up, von der FIA gab es einen strikten Verhaltenskatalog. So dürfen etwa nur Masken und keinesfalls Visiere getragen werden. Zaungäste sollten sich einen Abstecher nach Spielberg gut überlegen, da das Gelände rund um den Red-Bull-Ring bewacht und abgesperrt wird.

Auch "Geisterrennen" sind Wirtschaftsturbo


Trotz der Geisterrennen freut sich die Region auf die beiden Formel-1-Rennen, die als großer Wirtschaftsfaktor für das Murtal von essentieller Bedeutung sind. Rund 80 Prozent der Hotel-Kapazitäten sind ausgebucht, bestätigt Tourismus am Spielberg. Robert Neumann, Chef der Burg Spielberg und Organisator der liebgewonnenen Miss-Grand-Prix-Wahl, kann das nur bestätigen, aber auch der Gastro-Routinier hat in den letzten Monaten stark gelitten: „2019 haben wir die 25 Jahre alte Discothek in zwei neue Bereiche umgebaut und eine Million Euro in die Hand genommen. Diese neuen Bereiche wurden gut angenommen, aber da hat uns Corona dann natürlich einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Grasser-Rennstall fährt in Amerika vor Fans


Dass nun nur 3.000 Gäste (nur Teammitglieder sind erlaubt) statt der üblichen hunderttausenden Fans kommen, bringt weitere finanzielle Einbußen. „Zum Glück sind wir schon sehr lange da, weshalb uns die Formel 1 lange kennt, daher gibt es auch Reservierungen.“ An Fans bei der MotoGP glaubt er noch nicht wirklich: „Das wäre alleine mit den Tickets und den möglichen Rückgaben wohl zu kompliziert.“ Seine Ring-Hoffnung liegt daher eher im Herbst. „Die DTM wäre für uns die beste Veranstaltung, das ist unser Publikum. ADAC und IDM sind tolle Serien, da werden Zimmer und Essen gebucht.“


Beim ADAC-Rennen Mitte Oktober in Spielberg mit von der Partie ist auch das Grasser Racing Team, das seinen Stützpunkt in St. Margarethen bei Knittelfeld hat. Die Murtaler sind in der Szene für ihren giftgrünen Lamborghini bekannt, in der Corona-Auszeit arbeitete das Team von Gottfried Grasser an diversen Optimierungsmöglichkeiten bei dem Sportwagen. Zum Einsatz kommen diese schon ab 4. Juli in Amerika: Im Nascar-Oval von Daytona sind sogar Zuschauer erlaubt. Ein weiterer Schritt Richtung Normalität

Spielberg-Facts:

  • 10.000 Covid-19-Tests werden ab 29. Juni am Ringgelände unter den Personen in der „roten Zone“ (FIA- und Formel-1-Mitarbeiter) durchgeführt werden.
  • 3.000 Personen, dazu zählen auch Piloten und Boxenteams, sind am Ring zugelassen, alle fünf Tage muss sich jeder einem Coronatest unterziehen.
  • 30 Jahre berichtete RTL über die Formel 1, diese Ära endet mit Saisonende. Sky sicherte sich die Exklusivrechte und zeigt nur ausgewählte Rennen kostenfrei.
  • 1:03,003 Minuten benötigte Ferrari-Shootingstar Charles Leclerc 2019 im Qualifying – die schnellste jemals gedrehte Runde am Ring.


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