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Spanische Hoffnung für neue Fachkräfte

Installateure setzen mit „Talents for Europe“ starkes Zeichen gegen Fachkräftemisere. Wir waren beim Auftakt in Spanien dabei.

Fünf steirische Betriebe waren bei der Fachkräfte-Auftaktmission in Bracelona und Tenereffa dabei – und stießen auf großes  Interesse.
© Malu Fünf steirische Betriebe waren bei der Fachkräftemission in Barcelona und Teneriffa dabei.

Der Fachkräftemangel ist und bleibt das beherrschende Thema innerhalb der steirischen Unternehmerschaft. Dafür sorgt schon allein die demographische Entwicklung. Durch sie verliert die grüne Mark künftig Jahr für Jahr ein Arbeitskräftepotential von fast 11.000 Menschen – „das entspricht nahezu der Bevölkerung von Weiz“, wie WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk im Rahmen des aktuellen Wirtschaftsparlaments zu bedenken gab, wo er die Politik auch einmal mehr zu Maßnahmen aufforderte.  

Unternehmer wie Helmut Wiederer können davon ein Lied singen. Der Installateur aus St. Marein im Mürztal sucht mittlerweile seit mehr als zwei Jahren Mitarbeiter. „Leider ohne Erfolg, egal ob ich eine Fachkraft oder einen Lehrling suche“, so Wiede­rer. Darum hat er sich mit anderen steirischen Unternehmern am Pilotprojekt „Talents for Europe“ von Josef Missethon beteiligt. Gemeinsam machte man sich dieser Tage auf nach Teneriffa und Barcelona, um vor potentiellen Fachkräften Werbung für die Steiermark zu betreiben. „Wir haben mittlerweile sechs Standorte in Spanien, von wo aus wir einen gezielten Fachkräftezuzug aufzubauen versuchen“, erklärt Missethon. Die steirischen Installateure und Elektrotechniker seien dabei nicht zuletzt aufgrund des Engagements von Innungsmeister Anton Berger und Innungsgeschäftsführer Johannes Weiss absolute Vorreiter. „Wir haben in den vergangenen Jahren leider einen echten Einbruch bei den Lehrlingszahlen erlebt. Darum versuchen wir als Branche neue Wege zu gehen“, betont Berger. 

Spanische Jugendliche zeigen Interesse

Volle Unterstützung gibt’s dafür auch vom Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, Hermann Talowski, der ebenfalls mit nach Spanien reiste. Teneriffa bot dabei mit einer Jugendarbeitslosigkeit von fast 40 Prozent einen guten Nährboden – und damit einen gelungenen Start. „Insgesamt 20 konkrete Interessenten bei zwei Präsentationen sind ein wirklich gutes Zeichen“, freute sich vor Ort Erwin Bodlos, Geschäftsführer des gleichnamigen Liebocher Installationsbetriebs. Und auch Franz Reisenhofer aus der Geschäftsleitung der Feldbacher KGT und Herbert Planetz von e.Denzel waren mit dem Ergebnis zufrieden. „Für den Start war alles sehr vielversprechend“, betonten beide unisono. Nicht zuletzt, weil sich auch bei der Präsentation in Barcelona 14 Interessenten meldeten. Mit diesen gelte es nun konkrete Gespräche für eine weitere Ausbildung in der Steiermark zu führen. „Eine von vielen Initiativen, mit der wir den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen versuchen“, so Talowski. Mit „Talents for Europe“ sollen darum allein in diesem Jahr immerhin 40 bis 50 Nachwuchsfachkräfte von Spanien nach Österreich kommen. „Nächstes Jahr hoffen wir auf 150, außerdem richten wir unseren Blick auch nach Süditalien und Griechenland, wo wir das Programm eventuell ausweiten werden“, verrät Missethon abschließend.

Von Mario Lugger

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