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Sozialpartner für Sommerbetreuung sowie internationale und technische Ausbildungen

"Neun Wochen Sommerferien ohne flächendeckende Betreuungsangebote passen mit der gesellschaftlichen Realität schon lange nicht mehr zusammen", so die steirischen Sozialpartner. Es brauche ein umfassendes Sommerschoolsystem.

Pesserl, Schachner, Knill und Herk.
© Foto Fischer Fordern rasche Lösung zur Sicherstellung der Sommerbetreuung: J. Pesserl, H. Schachner, G. Knill und J. Herk (v.l.)

Es ist eine Mammutaufgabe, vor der derzeit tausende Mütter und Väter im Steirerland stehen: Wegen der Corona-Krise haben sie vielfach schon jetzt ihre Zeitguthaben oder große Teile ihres Urlaubs verbraucht, um ihre Kinder in der Zeit des Lockdowns betreuen zu können – und stehen damit jetzt vor einem gewaltigen Betreuungsproblem in den Sommerferien. Und die Zeit drängt, schon in wenigen Wochen ist Schulschluss. Rund 120.000 berufstätige Eltern mit Betreuungspflichten müssen diesen Spagat schaffen. Und das bringt auch die Arbeitgeber massiv in Bedrängnis – schließlich werden die Mitarbeiter gerade jetzt in den Betrieben gebraucht, wo die Wirtschaft wieder sukzessive „hochgefahren“ wird. "Neun Wochen Sommerferien ohne flächendeckende Betreuungsangebote passen mit der gesellschaftlichen Realität schon lange nicht mehr zusammen", so WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk.


Die steirische Sozialpartner 

  • Josef Herk, Präsident WKO Steiermark
  • Josef Pesserl, Präsident AK Steiermark
  • Georg Knill, Präsident IV-Steiermark
  • Horst Schachner, Vorsitzender ÖGB Steiermark

stellen diesbezügliche Überlegungen vor und äußern Vorschläge zur Ausgestaltung der im Schulentwicklungsplan angekündigten neuen Schulstandorte im Großraum Graz:



Sommerbetreuung 2020 sicherstellen:

Kurzfristig gilt es, das Sommerbetreuungsangebot 2020 flexibel zu gestalten, notfalls auch aufzustocken und rechtlich durch klare Vorgaben abzusichern. Niederschwellige und leistd. Betreuungsangebote an möglichst allen Standorten für mind. 4 - 6 Wochen sind Gebot der Stunde. Aus Sicht der steirischen Sozialpartner gilt es folgende Schritte zu setzen:

  •  Rasch eine breite Allianz bilden – gemeinsame Verantwortungsübernahme durch Bund, Länder und Gemeinden für eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe
  • Zuständigkeiten nicht aushebeln – aber eine gemeinsame, über die kompetenzrechtliche Realität hinausreichende Anstrengung, Kooperation und Koordination aller Stakeholder
  • Infrastruktur sichern – Öffnen der Pflichtschulgebäude im Sommer und kreative Lösungen im Rahmen der Schulraumüberlassung von Bundesschulen

 

  • Nutzerfreundliche Plattform zur Abbildung des gesamten Kinderbetreuungsangebotes
  • Um schnell und unkompliziert geeignete Betreuungsangebote finden zu können, sollte die bestehende steirische Plattform für Kinderbetreuungsangebote „Kinderdrehscheibe“ ausgebaut werden, die sowohl Landes- als auch Gemeindeangebote sowie private bzw. Sozialpartnerangebote umfasst. 
  • Erste auf Landesebene nun gestartete Initiativen werden seitens der Sozialpartner begrüßt.

  • Defizite im Bereich der Kinderbetreuung langfristig beheben
  • Vor allem im ländlichen Raum weist die Kinderbetreuungslandschaft nach wie vor Lücken auf – insbesondere um die Betreuung von unter 3-Jährigen ist es dabei schlecht bestellt. Um Eltern den Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu erleichtern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern und qualifizierte Arbeitskräfte in den Regionen zu halten, sind zusätzliche Kinderbetreuungsplätze erforderlich – und das nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über.

  • Summerschool zum Ausgleich bestehender Bildungsdefizite und zur Förderung von (unentdeckten) Talenten nutzen

  • Laut Ankündigung des Bildungsministers soll es bereits heuer zur Implementierung einer Summerschool kommen, die in erster Linie der Verminderung von Sprachdefiziten dienen soll. Die steirischen Sozialpartner begrüßen das, sehen diesen Ansatz jedoch breiter: Das Angebot im Sommer eine Chance, Lernrückstände in vielen Bereichen aufzuholen und Inhalte zu festigen.
  • Darüber hinaus können sich die steirischen Sozialpartner für die kommenden Jahre die Entwicklung eines umfassenden Summerschool-Systems vorstellen, das nicht nur Lernschwächen und Bildungsdefizite adressiert, sondern in Form von speziellen Projektwochen auch auf die Förderung von Stärken und Talenten abzielt.

 


Neue Schulstandorte im Großraum Graz nach den Bedürfnissen von Wirtschaft und Arbeitsmarkt ausrichten

Die Zusage der Bundesregierung für drei neue steirische Bildungseinrichtungen ist erfreulich, doch die drei geplanten Schulstandorte als AHS auszugestalten, führe am Bedarf vorbei. Vielmehr braucht es ein breites und differenziertes schulisches Angebot. Dazu schlagen die steirischen Sozialpar vor: 


  • HTL statt AHS-Langform gegen Fachkräftemangel
  • Bildungseinrichtungen unterstützen die Ausbildung von Fachkräften am Standort und sichern somit den bestmöglichen Übergang von Schule in den Beruf. Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung und des enorm hohen Bedarfs an Absolventinnen und Absolventen im MINT Bereich, ist die Ausführung einer der geplanten neuen Schulen als Höheren Technischen Lehranstalt sicherzustellen. 

 

  • Internationale Schule für mehr Standortattraktivität
  • Die Steiermark ist ein international stark vernetzter Wirtschaftsstandort und ist auf hochqualifizierte Fachkräfte aus aller Welt angewiesen. Um diesen Fachkräften und deren Familien bestmögliche Perspektiven bieten zu können, bedarf es international ausgerichteter Bildungsangebote. Die Ausrichtung einer der drei geplanten neuen Schulen als internationale Schule mit der Möglichkeit, mit dem IB (International Baccalaureate) abzuschließen, ist ein zusätzliches Asset für die gesamte Region.

 

  • Wirtschaft in die Schule
  • Die Vermittlung von Finanz- und Wirtschaftswissen kommt an heimischen Schulen zu kurz. Aus diesem Grund ist dieser Themenkomplex (z.B. als Schulschwerpunkt an bestehenden AHS) zu forcieren. 



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