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Sozialbeiträge sind weiter stark im Steigflug

Wie notwendig Reformen sind, belegt die steirische Sozialbilanz: Demnach sind die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge seit 2012 um 15 Prozent gestiegen.

© Erwin Wodicka/Fotolia

Rekorde müssen zwangsläufig nicht immer positiv besetzt sein. Das gilt auch für die aktuelle steirische Sozialbilanz, die für das vergangene Jahr den neuen „Rekordwert“ von 5,87 Milliarden Euro ausweist. Noch nie hat der Staat bei den weiß-grünen Arbeitgebern und Arbeitnehmern für Sozialbeiträge so tief in die Taschen gegriffen wie im Vorjahr.

Doch alles der Reihe nach. Das Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) in der WKO Steiermark nimmt einmal im Jahr die Ausgaben der Arbeitnehmer und Arbeitgeber für Pensions-, Krankenversicherung & Co genau unter die Lupe – und weist seit Jahren auf ein Faktum hin: die Kostenpfeile zeigen konsequent nach oben. So sind in den vergangenen fünf Jahren die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge um sage und schreibe 15,1 Prozent nach oben geklettert. 

Eine Steigerung, die in keiner Relation zu anderen Erhöhungen wie der Inflation steht. „Die Steigerung bei den Sozialbeiträgen fällt deutlich höher aus als der VPI, der im selben Zeitraum um 5,6 Prozent zulegte“, analysiert Expertin Simone Harder, die beim IWS die Daten bis ins Detail analysiert hat.

Der Löwenanteil entfällt auf die weiß-grüne Unternehmerschaft, als Arbeitgeber stemmen sie insgesamt rund 61 Prozent der Beiträge. Unterm Strich zahlen sie rund 450 Millionen Euro mehr ins Sozialsystem ein als noch vor fünf Jahren, und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Während die Ausgaben 2011 noch knapp unter der „magischen“ Grenze von drei Milliarden Euro lagen, ist der Anteil der Arbeitgeberbeiträge im Vorjahr auf 3,58 Milliarden Euro geklettert. Von Arbeitnehmerseite wurden zuletzt 2,29 Milliarden Euro beigesteuert.

„Diese Kostendynamik zeigt einmal mehr deutlich auf, wo wir hinsteuern, wenn nicht dringend strukturelle Reformen von der nächsten Bundesregierung angegangen werden“, fordert WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk mit Nachdruck nachhaltige Reformen ein – und das schon besser heute als morgen. „Wenn wir als Wirtschaftsstandort in Zukunft punkten wollen, dann dürfen unsere Unternehmer nicht länger die Bankomaten der Nation sein“, schließt der WKO-Präsident.

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