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Sozialabgaben seit 2014 um 974 Millionen Euro gestiegen

Innerhalb von nur fünf Jahren sind die Sozialbeiträge in der Steiermark um sage und schreibe 17,8 Prozent auf knapp 6,45 Milliarden Euro gestiegen. 

Geldregen
© wko-inhouse Die soziale Absicherung hat ihren Preis.

Der Nationalrat hat die erste Etappe der geplanten Steuerreform nun endlich auf den Weg gebracht. Damit sei ein wichtiger Schritt hin zu einer längst notwendigen Entlastung von Unternehmen getan, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. „Als Nächstes muss nun endlich der kalten Progression der Kampf angesagt werden“, so die Forderung. „Die nächste Legislaturperiode muss dazu genutzt werden, um sie endlich abzuschaffen.“ Denn die Belastung durch den Anstieg an Steuern und Abgaben nimmt stetig zu – für die Unternehmen genauso wie für die Arbeitnehmer. Denn Lohnerhöhungen werden de facto von der kalten Progression aufgefressen und kommen nicht bei den Menschen an.

Zugleich gibt es aber auch einen beachtlichen Anstieg bei den Sozialbeiträgen. Das Ausmaß wird deutlich, wenn man einen Blick auf die brandaktuelle steirische Sozialbilanz des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) der WKO Steiermark wirft: Satte 6,45 Milliarden Euro waren es, die sich der Staat im Jahr 2018 aus den Geldbörsen der Steirer holte – das sind um 5,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Und jedes Jahr wird ein Rekord vom nächsten überholt. 

Betrachtet man die letzten fünf Jahre, so sind diese Kosten für die Steirer um satte 17,8 Prozen gestiegen. In der Praxis bedeutet das, dass heute um knapp 974 Millionen Euro mehr ins Sozialsystem eingezahlt wird als noch im Jahr 2014. „Und diese Steigerung bei den Sozialbeiträgen fällt deutlich höher aus als der VPI“, weiß IWS-Expertin Simone Harder.

Fairness für die Steuerzahler

„Dieser Umstand muss so schnell wie möglich beendet werden“, ist Herk überzeugt und fordert vom Staat – und von der nächsten Regierung – Fairness gegenüber den Steuerzahlern ein. 

Den Löwenanteil an Beitragszahlungen für das Sozialsystem tragen übrigens die weiß-grünen Unternehmen bei. Denn sie kommen als Arbeitgeber für 60,5 Prozent der Sozialbeiträge auf. Allein im vergangenen Jahr war dies eine beachtliche Summe von 3,9 Milliarden Euro. 2014 waren es im Vergleich dazu noch rund 3,4 Milliarden Euro. 

Wo Abgaben in die Höhe schießen

Den größten Anteil nehmen dabei die Pensionsversicherung (22,80%) und die Kranken- (15,3 %) sowie die Arbeitslosenversicherung (6 %) ein. 

Die explodierenden Sozialabgaben gehen einher mit einer Abgabenquote, die mit 42,6 Prozent (Prognose 2019) deutlich höher liegt als der Durchschnitt der anderen EU-Länder (40,2 %) bzw. der Eurozone (41,3 %).

Interessant ist aber auch der Blick auf Österreichs Staatsausgaben: Sie sind von 174,7 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 187,2 Milliarden Euro im Jahr 2019 angestiegen (Statistik Aus­tria). Am meisten ausgegeben wird mit 41,6 Prozent für die soziale Sicherung, gefolgt vom Gesundheitswesen mit 16,7 Prozent sowie der öffentlichen Verwaltung mit 12,4 Prozent. Wirtschaftliche Angelegenheiten schlagen mit 11,9 Prozent zu Buche.



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